| 12.03.2015, 14:10 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Im Durchschnitt gelangen in Österreich rund 5 bis 7 Kilogramm Kunststoffrohstoff aus Betrieben täglich in die Donau. Das ergab eine Studie des Umweltbundesamtes, die heute von Umweltminister Rupprechter präsentiert wurde. Mittels einer verbesserten Messmethode, bei der der gesamte Flussquerschnitt in Breite und Tiefe untersucht wurde, wurde demnach ermittelt, dass Kunststoffverluste aus der Industrie (sogenannte "Kunststoffpellets") mit etwa 10 Prozent zur Kunststofffracht der Donau beitragen, 90 Prozent stammen aus nicht-industriellen Quellen, großteils Kläranlagen beziehungsweise entfallen auf achtlos weggeworfenen Kunststoffmüll ("Litter"). In Summe geht die Studie von einer Menge von 40 Tonnen Kunststofffracht pro Jahr aus. "Selbst wenn diese Menge bei jährlich in Österreich hergestellten und verarbeiteten 1,85 Millionen Tonnen einen geringen Anteil darstellt, sind auch fünf Kilogramm noch immer zu viel. Denn Kunststoff hat in der Donau nichts verloren", betont Helmut Schwarzl, Vertreter der kunststoffverarbeitenden Unternehmen im Fachverband der Chemischen Industrie der WKÖ. Deshalb hat die Branche gemeinsam mit dem Ministerium eine "Zero-Pellet-Loss"-Initiative ins Leben gerufen. Mit dieser Initiative, bei dem sich die teilnehmenden Firmen zur Umsetzung eines 10-Punkte-Programms verpflichten, soll der Eintrag der Kunststoffindustrie auf unter ein Kilogramm gesenkt werden. Binnen weniger Tage haben sich bereits 20 Firmen dem Pakt angeschlossen. Diese decken rund 80 Prozent der verarbeiteten Gesamtmenge ab. "Unsere Industrie ist sich ihrer Verantwortung bewusst. Ich bin überzeugt, dass wir den Anteil der repräsentierten Produktionsmenge in den kommenden Wochen noch auf über 90 Prozent steigern werden", meint Schwarzl. Im Bereich Kosmetik sei ebenfalls ein wichtiger Schritt gesetzt geworden: Die Unternehmen hätten sich freiwillig zu einem gänzlichen Verzicht auf Mikroplastikpartikel in Kosmetikartikeln verpflichtet. ""Die Industrie kann das Problem nicht alleine lösen, sie ist aber entschlossen, ihren Beitrag dazu zu leisten", so Schwarzl. Weitere Informationen: www.fcio.at |
FCIO - Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs, Wien, Österreich
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