| 29.02.2016, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Forschungszusammenarbeit zwischen International Automotive Components (IAC), Automobilzulieferer für Pkw- und Nfz-Interieurs, und dem Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe (IfBB) der Hochschule Hannover hat nach Angaben der Beteiligten bestätigt, dass die eigenentwickelte innovative "HybridFleece Molding" Technologie von IAC in Bezug auf ihre Ökobilanz herkömmliche Prozesse deutlich übertrifft. Im Rahmen des diesjährigen VDI Kongresses "Kunststoffe im Automobilbau” in Mannheim stellen IAC und das IfBB am 10. März ihre Forschungsergebnisse dem Fachpublikum vor.Der IAC "HybridFleece Molding" Prozess kombiniert die beiden Herstellungsverfahren Pressen und Spritzgießen miteinander. In einem einstufigen Verfahren wird auf demselben Formwerkzeug ein thermoplastisches Mischfaservlies aus Naturfaser, Glas- oder recycelter Kohlefaser gepresst und gleichzeitig so hinterspritzt, dass Rippenstrukturen sowie beispielsweise Haken oder (Kabel-)Clips gebildet werden. Ein zusätzliches Schweißen oder Verkleben ist nicht nötig. Mithilfe dieser Technologie lassen sich Leichtbau-Strukturbauteile und sichtbare Leichtbaukomponenten für den Fahrzeuginnenraum fertigen. Dabei reduziert das "HybridFleece Molding" die Prozesskomplexität. Um "HybridFleece Molding" mit herkömmlichen Prozessen vergleichen zu können, hat IAC ein entsprechendes Türträgerkonzept für ein SUV hergestellt und es im Test mit einem SUV-Serienprodukt verglichen, das aktuell an einen OEM-Kunden geliefert wird. Im vorliegenden Fall ermöglicht der im "HybridFleece Molding" Verfahren hergestellte Türträger laut Unternehmen eine Gewichtsreduzierung von 35 Prozent sowie in der wichtigen Wirkungskategorie Treibhauspotential 40 Prozent geringere Emissionen über die Lebensdauer der Komponente hinweg. "Die Ökobilanz ist ein sehr gutes Instrument, um hochmoderne Technologien wie das ‚HybridFleece Molding‘ von IAC zu bewerten und Substitutionsstrategien im Leichtbau effektiv zu unterstützen", beschreibt Prof. Dr. Ing. H.-P. Endres, Leiter des IfBB. "Die hier durchgeführte Übersichts-Ökobilanz liefert einen ersten Ansatz, um die Vorteile hinsichtlich des ökologischen Lebenszyklus einer solchen Komponente bewerten zu können: von der Gewinnung der Naturfasern und dem Verarbeitungsprozess über die Herstellung der Komponente bis hin zur Fahrzeugnutzung." Über IAC International Automotive Components (IAC) versteht sich als einer der führenden internationalen Automobilzulieferer für Innenraumkomponenten und -systeme sowie für Teile des Fahrzeugexterieurs. Das Unternehmen erwirtschaftete 2014 einen Gesamtumsatz von US $ 5,9 Milliarden. Der Unternehmenssitz befindet sich in Luxemburg. IAC Group betreibt 85 Fertigungsstandorte in 20 Ländern. Insgesamt zählt das Unternehmen über 105 Standorte in 22 Ländern, darunter 28 Design-, Technik- und Vertriebszentren, und beschäftigt über 32.000 Mitarbeiter. Weitere Informationen: www.iacgroup.com, www.ifbb.wp.hs-hannover.de Kongress "Kunststoffe im Automobilbau", 09.-10. März 2016, Mannheim |
International Automotive Components (IAC), Luxemburg + Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe (IfBB), Hannover
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