| 29.05.2017, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten |
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![]() Praxisdemonstration des "Plasma-SealTight"-Verfahrens im Akro-Competence Center - (Bild: Akro-Plastic). Andreas Stuber, Geschäftsführer der Akro-Plastic, zeigte nach seiner Begrüßung anschaulich die Entwicklung des Unternehmens in den letzten Jahren auf. Das Unternehmen hat mittlerweile vier Produktionsstandorte weltweit. In Niederzissen betreibt die Akro-Plastic zwei Standorte, denn die Produktion von Masterbatches erfolgt in der Zweigniederlassung AF-Color. Der Compoundeur hat zudem eine Fertigung in China ebenso wie in Brasilien und somit eine weltweite Fertigungskapazität von mehr als 100.000 Tonnen/Jahr mit identischer Fertigungstechnologie. Die zu angeregten Diskussionen einladenden Themen drehten sich alle darum, wie es mit der Automobilindustrie in der Zukunft weiter gehen wird und welchen Beitrag die Kunststoffindustrie hierzu leisten kann. Die Automobilindustrie befindet sich im Umbruch, denn die drei Hauptsäulen in diesem Bereich fallen weg, wie Prof. Dr. Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management erläuterte. Dies ist zum einen der Verbrennungsmotor, der in der Zukunft immer mehr vom Elektromotor abgelöst wird. Zudem ist der Besitz eines Fahrzeugs bereits heute nicht mehr für Jedermann erstrebenswert und Konzepte wie das Carsharing erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Nicht zuletzt gehört das Fahren selbst bald der Vergangenheit an, denn autonome Systeme erobern nach und nach diese Industrie. Die Adaption neuer Einflussgrößen scheint unausweichlich. Darauf zielte dann auch der nächste Themenblock ab. Zunächst stellte Edgar Düvel von der Plasmatreat GmbH, die mit der Akro-Plastic eine Systempartnerschaft in Sachen Hybridtechnologie eingegangen ist, die „Plasma-SealTight“-Technologie von Seiten des Herstellers der Plasmaanlagen vor. Hierbei unterschied er in die beiden Anwendungsbereiche Composite-Technologie sowie Sealing-Technologie, für die das Verfahren geeignet ist. Im Anschluss erläuterte Thilo Stier, Bereichsleiter Innovation und Vertrieb, den Anteil der Niederzissener an der Entwicklung. Er stellte anhand ausgewählter Versuchsergebnisse die kunststofftechnischen Aspekte der Kooperation beider Unternehmen heraus. Bevor die Besucher die Gelegenheit hatten, das Verfahren im hauseigenen Competence-Center live zu sehen, ging er noch kurz auf die neuen Materialentwicklungstrends ein. Der nächste Morgen begann mit einem Vortrag von Stephan Oberle von IMS Gear. Er stellte vor, wie sich sein Unternehmen auf den Wandel in der Automobilindustrie einstellt, mit dem Fazit, dass Getriebe eine gute Symbiose mit der E-Mobilität eingehen, und das in allen Facetten. Im Anschluss referierte Dr. Philippe Tonneguzzo von der französischen Plastivaloire zum Thema „Leichtbau“. Er zeigte dabei auf, wie sich der Kunststoff zukünftig weiter auf diese Einflussgröße einstellt und vorantreibt und dies eigentlich unabhängig vom Motoren- und Mobilitätskonzept. Herr Auerswald von der Frimo Technology GmbH führte die Zuhörer danach in das Thema Fügetechnik mittels verschiedener Schweißverfahren ein. Das Verbinden von Teilen wird auch in Zukunft gebraucht werden. Die Anforderungen hinsichtlich Qualität, Werkstoff usw. werden jedoch höher werden, doch die Lösungen liegen bereits vor und werden weiterentwickelt. Zum gleichen Themenblock, der Verbindung von zwei Werkstoffen, und hier ganz speziellen Werkstoffen im Bereich Leichtbau, stellte Dieter Kittel von der Ejot GmbH & Co. KG mit dem Thermischen Stoff-Schluss-Dom („TSSD“) ein ausgereiftes System vor, das flexibel einsetzbar ist. Beide Vorträge zeigten Lösungen für die Automobilindustrie auf. Im letzten Vortrag wurde das Thema E-Mobilität von Seiten der Produktionsstraßen beleuchtet, denn auch in diesem Feld bietet Kunststoff Lösungen. Johannes Strasser von der Festo AG & Co. KG betonte besonders den Einfluss asiatischer Batteriehersteller als die neuen wichtigen Zulieferer in der Automobilindustrie. Kunststoffe helfen seinem Unternehmen zudem dabei, eine signifikante Reduktion der Herstellkosten zu erreichen. Die Frage „Quo Vadis Automobilindustrie?“ konnte auch am Ende der Tagung nicht eindeutig beantwortet werden. Allerdings stellte sich die Frage „Quo Vadis Kunststoffindustrie?“ nicht, denn es wurde hier deutlich, dass in allen diskutierten Bereichen Lösungen in Kunststoff vorhanden sind oder gerade entwickelt werden. „Wir befinden uns in einer spannenden Zeit, die wir mitgestalten können, da wir alle bereits im Vorfeld sehr aktiv waren“, schloss Leander Bergmann die Veranstaltung. Er kündigte den nächsten „DIA(hr)LOG“ bereits für den 15. und 16. Mai 2018 an. Weitere Informationen: akro-plastic.com, kdfeddersen.com |
Akro-Plastic GmbH, Niederzissen
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