| 05.03.2007 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Nach rund 1 ½ Jahren Entwicklungs- und Vorbereitungszeit kann die Coperion Werner & Pfleiderer GmbH & Co. KG (www.coperion.com) ihre zweiwelligen Schneckenkneter (ZSK) ab sofort mit Schmelzepumpen aus eigener Herstellung ausrüsten. Bei Anlagen für das Aufbereiten und Granulieren von Polyolefinen ist je nach Anlagenkonzept und Produktsortiment eine Schmelzepumpe erforderlich, um den Druck für die Schmelzefiltration und das Granulieren mit geringer Energieeinleitung aufzubauen. Die neue „Coperion Melt Pump“ (CMP) schließt nach Angaben des Unternehmens die bisherige Lücke im Verfahrensablauf nach dem Aufschmelzen und Homogenisieren des Polymerisats im ZSK – Coperion Werner & Pfleiderer kann nun die gesamte Prozesskette von Aufschmelzen bis zum Granulieren aus eigener Fertigung liefern. Um hohe Qualitätsstandards einhalten zu können, produziert das Unternehmen die Kernkomponenten der Schmelzepumpen im eigenen Haus. Von der Coperion Melt Pump sind bereits drei Stück verkauft. Die erste ist bei einem russischen Kunden erfolgreich in Betrieb gegangen. Eingesetzt wird sie zusammen mit einem ZSK-Extruder in einer HDPE-Anlage mit einem Durchsatz von 33 t/h. Der gleiche Kunde wird Mitte 2007 eine zweite Anlage erhalten, wieder mit ZSK-Extruder und Coperion Schmelzepumpe. Die dritte verkaufte Coperion Melt Pump dient bei einem Kunden in Südamerika dazu, den Durchsatz eines vorhandenen ZSK-Extruders um 20 % zu erhöhen. Diese kostengünstige Lösung ist möglich, weil der ZSK-Hauptantrieb genügend Leistungsreserve besitzt, um die Schneckendrehzahl zu erhöhen. Da beim Druckaufbau mit der Schmelzepumpe der Energieeintrag in die Schmelze geringer ist, bleibt die Produkttemperatur unterhalb der vorgegebenen Grenze. Bei der Technik seiner Schmelzepumpe verwendet Coperion Werner & Pfleiderer den bewährten Aufbau: Ein Zahnradpaar mit gerader Evolventenverzahnung läuft in polymergeschmierten hydrodynamischen Gleitlagern. Diese Komponenten sind in ein Gehäuse eingebaut, das beidseits durch Deckel und die darin berührungslos arbeitenden Gewindewellendichtungen nach außen abgeschlossen ist. Die genaue verfahrenstechnische Auslegung, z.B. die Art der Kühlung und die Größe der Betriebsspalte, werden projekt- und produktbezogen errechnet und festgelegt. Wahlweise erhält die Schmelzepumpe einen Ein- oder Zweiwellenantrieb aus bewährten Komponenten. Auch angesichts der Eigenentwicklung bleibt der Zahnradpumpen-Spezialist Maag Pump Systems Textron AG, Zürich, strategischer Partner von Coperion Werner & Pfleiderer. Der Schwerpunkt liegt dabei bei Schmelzepumpen für World-scale-Anlagen, für die heute Durchsätze bis 80 t/h gefordert werden. Ferner verlangen manche Anlagenbetreiber bei solchen Großanlagen grundsätzlich vom Lizenzgeber qualifizierte Anlagenkomponenten. Bild: Aufbau der Coperion Melt Pump (3D-Schnitt, schematisch) |
Coperion Werner & Pfleiderer GmbH & Co. KG, Stuttgart
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