| 13.03.2019, 08:33 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() Plastik gegen Geld oder Sozialleistungen tauschen: Das ist der Kerngedanke von Plastic Bank - (Bild: Aldi Süd). „Eine Bank, die Plastik nimmt“ – so beschreibt David Katz, Gründer von Plastic Bank, die Grundidee des Start-ups. Das Konzept ist einfach: Wer an Sammelstationen Verpackungsabfall abgibt, bevor dieser in Gewässer oder Ozeane gelangt, kann damit Geld verdienen oder Sozialleistungen in Anspruch nehmen. Anschließend wird der abgegebene Abfall sortiert, verarbeitet und dann der Recycling-Wertschöpfungskette zugeführt. Insgesamt 4.000 Tonnen Kunststoffabfall sind bisher an 26 Sammelstellen auf diese Weise zusammen gekommen. „Mit dieser einzigartigen Idee wird nicht nur das Abfallproblem angegangen, sondern auch die Lebenssituation von Menschen in Armut verbessert. Um gesamtgesellschaftlich den nachhaltigen Umgang mit Kunststoffabfällen zu fördern, brauchen wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette starke Partner wie Plastic Bank“, so Dr. Julia Adou, Director Corporate Responsibility bei Aldi Süd. Sammelstation auf den Philippinen Die Sammelstationen befinden sich in den Ländern, von denen aufgrund eines unzureichenden Abfallmanagements am meisten Plastikmüll in die Umwelt gelangt – zum Beispiel in Brasilien, Indonesien oder auf Haiti. Auch die Philippinen gehören zu den Ländern, in denen es bisher keine gut funktionierende Infrastruktur für eine Abfallwirtschaft gibt. Der Inselstaat gehört zu den fünf Ländern, die für bis zu 60 Prozent des weltweiten Plastikmülls verantwortlich sind.* Plastic Bank ist seit 2016 auf den Philippinen aktiv und hat dort bereits eine Sammelstelle errichtet. Mit der Unterstützung von Aldi Nord und Aldi Süd entsteht eine weitere Station, die ab Frühjahr ihren Betrieb aufnimmt. Die Förderung ist für zunächst zwei Jahre vorgesehen. „Mit der Kooperation möchten wir dort Hilfe leisten, wo es wirklich nötig ist“, sagt Erik Hollmann, Leiter Corporate Responsibility bei Aldi Nord. Zugang zu Nahrungsmitteln, Technologie und Strom Im Tausch gegen Plastikabfall erhält die lokale Bevölkerung zum Beispiel medizinische Versorgung, Nahrungsmittel oder Strom für das Smartphone. Die Sammler werden entsprechend des Verpackungsgewichts und der Kunststoffart entlohnt. So wird das sogenannte „Social Plastic“ zu einer neuen Art von Währung. „Der gesammelte Kunststoff wird einfach zu wertvoll, um ihn wegzuwerfen. Auf diese Weise rücken wir den Wert des Plastiks stärker ins Bewusstsein“, sagt David Katz, Founder & CEO Plastic Bank. *Quelle: „Stemming the Tide“ – Ocean Conservancy and McKinsey & Company, 2016 Weitere Informationen: www.aldi.de, plasticbank.org |
Aldi Einkauf GmbH & Co. OHG, Essen + Aldi Süd Dienstleistungs-GmbH & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr
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