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04.10.2019, 06:04 Uhr | Lesedauer: ca. 4 Minuten Optionen:       

Coca-Cola: Getränkeflasche mit „Meeresplastik“ - Ehrgeizige Ziele auf dem Weg zu einer Welt ohne Müll

Neue Verfahren ermöglichen es, gebrauchten Kunststoff jeglicher Qualität wieder in hochwertigen Kunststoff zu verwandeln, zum Beispiel für Getränkeverpackungen - (Bilder: Coca-Cola).
Neue Verfahren ermöglichen es, gebrauchten Kunststoff jeglicher Qualität wieder in hochwertigen Kunststoff zu verwandeln, zum Beispiel für Getränkeverpackungen - (Bilder: Coca-Cola).
Coca-Cola stellteine Getränkeflasche vor, die unter Nutzung von Kunststoffmüll von Stränden und aus dem Meer hergestellt wurde. Wie das Unternehmen aktuell mitteilt, wurden die Flaschen für die Herstellung des sog. „Meeresplastik“ von Freiwilligen bei 84 Strand-Reinigungen in Spanien und Portugal sowie durch Fischer an Sammelstellen in zwölf Häfen im Mittelmeerraum gesammelt. Es handelt sich um Gewässer- und Uferplastik. Die Flasche ist demzufolge zunächst ein Muster. Aktuell ist kein Verkauf im Handel geplant. Aber es sei das erste Mal, dass Meeresplastik erfolgreich in einer lebensmittelechten Flasche wiederverwertet wurde, heißt es weiter. Der Anteil dieses Materials soll nach der Herstellung in der fertigen Flasche zwischen 20 und 25 Prozent betragen können.

Die Musterflaschen seien entwickelt worden, um das Potenzial verbesserter Recycling-Technologien einschließlich Chemischem Recyclig deutlich zu machen. Innovative Methoden ermöglichen es, gebrauchtes Plastik jeglicher Qualität wieder zurück in hochwertiges Plastik zu verwandeln. Dabei wird das Verfahren der Depolymerisation angewendet, wobei das PET (Polymere) in seine ursprünglichen Bausteine (Monomere) aufgebrochen wird. Diese Monomere seien einfacher zu reinigen. Danach können sie repolymerisiert werden – zu PET-Material von nahezu reiner Qualität.

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Durch innovative Verfahren rückt die Vision einer Kreislaufwirtschaft in greifbare Nähe.
Durch innovative Verfahren rückt die Vision einer Kreislaufwirtschaft in greifbare Nähe.
Insgesamt habe Coca-Cola in einer Partnerschaft zwischen Ioniqa Technologies, Indorama Ventures und Mares Circulares knapp 300 dieser Musterflaschen hergestellt. Das sei ein kleiner Schritt mit großer Tragweite, da ein verbessertes Recycling eingesetzt werden könne, um bislang nicht recycelbare Kunststoffabfälle, darunter auch Materialien, die zur Verbrennung oder für die Deponie bestimmt waren, in Verpackungen für Getränke und Lebensmittel (sogenanntes lebensmittelechtes PET) zurückzuführen.

Ehrgeizige Ziele auf dem Weg zu einer Welt ohne Müll
Coca-Cola in Westeuropa setzt sich ehrgeizige Ziele auf dem Weg zu einer Welt ohne Müll („World Without Waste“). Im Jahr 2017 verpflichteten sich Coca-Cola European Partners und Coca-Cola in Westeuropa im Rahmen ihres gemeinsamen Nachhaltigkeitsaktionsplans zu folgenden Maßnahmen bis 2025: Für jede verkaufte Einwegpfand-Flasche oder Dose eine in den Wertstoffkreislauf zurückzunehmen; sicherzustellen, dass alle Verpackungen zu 100 Prozent recycelbar sind und dafür zu sorgen, dass mindestens 50 Prozent des Materials der Einweg-Plastikflaschen aus Recyclingmaterial stammen.

Im Jahr 2019 investierte Coca-Cola nach eigenen Angaben in Westeuropa 180 Millionen Euro in die Verbesserung von Verpackungen (Entwicklung, Abfüllung und Einführung von neuen sowie künftiger verpackungsfreier Lösungen). Jetzt wollen Coca-Cola Western Europe und Coca-Cola European Partners (CCEP) noch schneller voranschreiten. Dies umfasst folgende Punkte:

Verpackungen sollen leichter gemacht und alle überflüssigen oder schwer recycelbaren Kunststoff-Verpackungen aus dem Sortiment entfernt werden. Dadurch sollen jedes Jahr über 11.000 Tonnen Kunststoff eingespart werden. Coca-Cola European Partners hat kürzlich angekündigt, in Westeuropa für ihre Multipacks statt Schrumpffolie 100 Prozent recycelbare Pappe einzusetzen. Damit sollen in 2020 bereits 4.000 Tonnen weniger Kunststoff eingesetzt und künftig weitere Reduzierungen in der Lieferkette erreicht werden.

Es soll darauf hingearbeitet werden, dass in allen Kunststoffflaschen 100 Prozent recycelte oder erneuerbare Materialien genutzt werden. Damit soll sich der Einsatz von über 200.000 Tonnen neuem Kunststoff pro Jahr verringern. Coca-Cola in Westeuropa will es zwei Jahre früher als geplant schaffen (2023 statt 2025), 50 Prozent recycelte Inhaltsstoffe in seinen Kunststoff-Einwegverpackungen einzusetzen. In Deutschland ist geplant, Getränke der Marke ViO ab Sommer 2020 in Flaschen aus 100 Prozent recyceltem PET anzubieten.

Gut konzipierte Pfandsysteme in Westeuropa sollen unterstützt werden, soweit keine erfolgreich bewährte Alternative existiere. Dies sei im Einklang mit dem Ziel, bis 2025 für jede verkaufte Einwegflasche oder Dose eine zurückzunehmen.

Der „Fußabdruck“ von Verpackungen soll auf Jahresbasis für Europa transparent offengelegt werden. Dies soll nach Verpackungsart erfolgen und in das Verhältnis zu den Selbstverpflichtungen und Zielen gesetzt werden.

Tim Brett, Präsident von Coca-Cola in Westeuropa: „Zu viele der endlichen Ressourcen dieser Welt werden zurzeit als Müll entsorgt. Wir wissen, dass wir mehr tun müssen, um dies zu korrigieren. Die Ziele, die wir uns heute setzen, sind ehrgeizig – und das zurecht. Verpackungen spielen eine wichtige Rolle, aber sie müssen immer wiederverwertbar sein, gesammelt und recycelt werden. Unser Ziel in unseren Partnerschaften ist es, den Begriff „Einweg-Plastik“ überflüssig zu machen - sowohl in unserem Unternehmen, als auch darüber hinaus. Unser gesamtes Plastik - und damit alle unsere Verpackungen - sollen dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft folgen und Teil dieser sein.“

Weitere Informationen: www.coca-cola-deutschland.de, www.cceag.de

Coca-Cola Services N.V., Brüssel, Belgien

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