| 01.12.2020, 06:11 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das norwegische Technologieunternehmen Quantafuel plant im dänischen Esbjerg den Bau einer neuen Anlage für das Recycling von Kunststoffabfällen. Laut Angaben der Stadtverwaltung von Esbjerg sicherte sich Quantafuel für das Projekt ein 140.000 Quadratmeter großes Grundstück im Vorort Veldbæk. Dort sollen im kommenden Frühjahr die Bauarbeiten zur Errichtung einer Anlage für das chemische Kunststoffrecycling beginnen. Die Fertigstellung des Komplexes ist 2022 vorgesehen. Der Stadtverwaltung zufolge wird mit einem Investitionsvolumen von über 100 Mio. DKK (13,4 Mio. Euro) gerechnet. In dem Werk sollen 60 bis 70 Arbeitsplätze entstehen. Den Angaben zufolge hatte Quantafuel für den Bau der neuen Anlage rund 100 potenzielle Standorte in Dänemark geprüft. Ausschlaggebend für Esbjerg waren letztlich der Hafen, die direkte Anbindung an das Eisenbahn- und Autobahnnetz sowie die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften. Quantafuel plant in Esbjerg Kapazitäten für das Recycling von jährlich etwa 80.000 Tonnen Kunststoff. Das Unternehmen nutzt für das chemische Recycling ein eigenes Pyrolyse- und Reinigungsverfahren, durch das synthetische Öle für die Weiterverarbeitung zu neuen Kunststoffen gewonnen werden. Erst Anfang September hatte Quantafuel im dänischen Skive ihre erste größere Recyclinganlage mit einer Jahreskapazität von 20.000 Tonnen in Betrieb genommen. Ein vergleichbarer Komplex soll bis 2022 auch im norwegischen Kristiansund errichtet werden. Weitere Pläne des Unternehmens sehen den Bau von Recyclinganlagen mit bis zu 100.000 Tonnen Jahreskapazität in Antwerpen und Amsterdam zusammen mit dem Rohstoffkonzern Vitol vor. Darüber hinaus plant Quantafuel gemeinsam mit BASF auch den Bau eines 100.000-Tonnen-Komplexes an einem noch nicht näher bezeichneten Standort in Deutschland. Weitere Informationen: www.quantafuel.com |
Quantafuel AS, Oslo, Norwegen
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