| 14.01.2026, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Mocom plant, den Recyclingstandort im sachsen-anhaltischen Gardelegen im Laufe des Jahres 2026 aufzugeben. Hintergrund der Entscheidung ist ein seit längerem schwieriges Marktumfeld für das Kunststoffrecycling. Nach Angaben des Unternehmens belasten insbesondere die angespannte wirtschaftliche Lage, vor allem in Deutschland, eine weiterhin fehlende verlässliche EU-weite Regulierung sowie eine schwache Nachfrage nach recycelten Kunststoffen die Wirtschaftlichkeit des Standorts. Hinzu kommt ein anhaltend niedriges Preisniveau für Neuware, das die Wettbewerbsfähigkeit von Rezyklaten zusätzlich beeinträchtigt. Nach Einschätzung von CEO Jens Kaatze ist unter diesen Rahmenbedingungen eine wirtschaftlich tragfähige Fortführung der Produktion in Gardelegen derzeit und auf absehbare Zeit nicht möglich. Dies gelte trotz des Engagements der Belegschaft und der Investitionen in den Standort, der vor zwei Jahren noch erweitert worden war (siehe auch plasticker-News vom 17.05.2024). Die damalige Erweiterung habe das Vertrauen des Unternehmens in das Geschäftsmodell der eigenen industriellen Kunststoffaufbereitung unterstrichen. Die aktuellen Markt- und Rahmenbedingungen ließen jedoch keine belastbare Perspektive mehr erkennen. Die Produktion am Standort soll voraussichtlich bis Mitte 2026 fortgeführt werden. Bestehende Kundenbeziehungen und laufende Geschäftsprozesse will Mocom bis dahin weiterhin bedienen. Betroffene Geschäftspartner sollen direkt kontaktiert werden, um mögliche Auswirkungen der geplanten Schließung zu erörtern. In Bezug auf die Beschäftigten kündigt das Unternehmen an, die nächsten Schritte in engem und konstruktivem Austausch mit den zuständigen Betriebsräten abzustimmen. Unabhängig von der geplanten Aufgabe des Standorts bekräftigt Mocom sein strategisches Bekenntnis zur Kreislaufwirtschaft. Das Unternehmen sieht seine Kompetenzen weiterhin insbesondere im Bereich nachhaltiger Compounds. Dazu zählen „Eco“-Compounds auf Basis zugekaufter Rezyklate ebenso wie biobasierte oder massebilanzierte Rohstoffe. Dieser Bereich soll auch künftig einen Schwerpunkt der Unternehmensaktivitäten bilden. Weitere Informationen: www.mocom.eu, www.ottokrahn.group |
Mocom Compounds GmbH & Co. KG, Hamburg
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