| 30.08.2007 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Aufwändige Prüfungen und Zulassungen gespart Der VDE hat sechs halogenfrei flammgeschützte Polyamide der BASF (www.basf.de/kunststoffe) für den Einsatz gemäß der jüngst verschärften Hausgerätenorm zertifiziert. Damit ist die BASF nach eigenen Angaben der Kunststoffhersteller, der den Kunden zur Zeit das umfangreichste Sortiment an technischen Kunststoffen speziell für elektrische Anwendungen in unbeaufsichtigten Hausgeräten nach IEC 60335-1 ohne weiteren Zulassungsaufwand zur Verfügung stellen kann. Sechs zertifizierte halogenfrei flammgeschützte Ultramid-Typen Seit Anfang 2007 unterstützt der VDE, Verband der Elektrotechnik e.V., durch die Vergabe von materialspezifischen Zertifikaten das Erfüllen der neuen Haushaltsgerätenorm IEC 60335-1. Von der BASF sind inzwischen sechs verschiedene halogenfrei flammgeschützte Polyamide (PA) vollständig geprüft und für den Einsatz in Haushaltsgeräten, die unter die Norm IEC 60335-1 fallen, zertifiziert. Ultramid A3X4G7: halogenfrei, kostengünstig und für viele Wandstärken freigeprüft Unter diesen sechs nun zertifizierten Polyamid-Typen ist das Ultramid® A3X4G7 besonders hervorzuheben. Das mit 35 % Glasfasern (GF) verstärkte PA 66 ist vom VDE nicht nur für die Wanddicken 1,0, 2,0 und 3,0 mm, sondern auch für 0,6 mm geprüft und zugelassen worden. „Darüber hinaus ist der mit rotem Phosphor halogenfrei flammgeschützte Werkstoff sogar kostengünstiger als halogenhaltige Polyamide mit nur 25 % GF, weil er trotz des höheren Glasfasergehaltes leichter ist“, erläutert Jochen Seubert, Projektingenieur im Bereich flammgeschützter technischer Kunststoffe der BASF. Zu den anderen vom VDE zertifizierten BASF-Materialien gehören die unverstärkten Polyamide Ultramid B3S (PA6), Ultramid C3U (PA 6/66), die beiden PA 66-Typen Ultramid A3K und Ultramid A3W sowie das verstärkte PA 66 Ultramid A3UG5. Die Zulassungszertifikate sind bei der Hotline ultraplaste.infopoint@basf.com erhältlich. Neue VDE-Prüfzertifikate für Kunststoffe – Vorteile für den Kunden Mit Hilfe der VDE-Prüfzertifikate lässt sich die Norm IEC 60335-1 nun auf dem Weg der Materialprüfung erfüllen. Der Kunde kann also bereits im Rahmen einer Materialvorauswahl einen Kunststoff wählen, der für elektrische Anwendung bei diesen speziellen Haushaltsgeräten zugelassen ist. Er kann sich somit viele eigene Untersuchungen und Entwicklungsschritte sparen, denn er hat die Sicherheit, mit normgerechten Werkstoffen zu arbeiten. Da der VDE die Zertifizierungen überwacht, besteht für den Anwender auch hohe Seriensicherheit. Und nicht zu vergessen, die abschließende Endgeräteprüfung zur Vergabe des VDE-Zeichens wird dadurch deutlich erleichtert: Verwendet der Kunde einen bereits vom VDE zertifizierten Kunststoff, dann entfallen die Glühdrahtprüfungen an den jeweiligen Gerätekomponenten. Was wird geprüft? Erweiterte Haushaltsgerätenorm IEC 60335-1 Die Norm IEC 60335-1 bezieht sich unter anderem auf unbeaufsichtigt betriebene Haushaltsgeräte, in denen hohe Ströme fließen (mehr als 0,2 A) wie in Waschmaschinen, Backöfen, aber auch in Elektromotoren in Abzugshauben. Ein Kunststoff, der in direkter Nähe zu stromführenden Teilen eingesetzt wird, erfüllt die IEC 60335-1, wenn er am Testplättchen die Entflammbarkeitsprüfung (GWFI: glow wire flammability index) bei 850 °C und die Entzündbarkeitsprüfung (GWIT: glow wire ignition temperature) bei 750 °C besteht (formal: „GWIT 775“). Der VDE bietet nun Zertifikate für Kunststoffe an, die er bezüglich dieser Glühdrahtprüfungen am Plattenprüfkörper untersucht hat. Mit solchen VDE-zertifizierten Kunststoffen ist die Norm IEC 60335-1 erfüllt. Bild: Die Glühdrahtprüfung hat in der Normenreihe des Regelwerks der International Electrotechnical Commission (IEC) die Nummer IEC 60695-2-10. Bei einer solchen Prüfung wird eine Drahtschleife mit definierter Temperatur für eine vorgegebene Zeit unter genauen Prüfbedingungen gegen ein standardisiertes Kunststoff-Testplättchen gedrückt. Geprüft wird, ob sich der Prüfkörper entzündet, ob sich die Flammen ausbreiten und ob brennendes Material abfällt. |
BASF AG, Ludwigshafen
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