| 19.08.2021, 15:38 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Sekisui Alveo, Hersteller hochwertiger Polyolefin-Schaumstoffe, hat sein Portfolio flammhemmender Schaumstoffe um neue halogenfreie Varianten erweitert. Wie das Unternehmen weiter mitteilt, bleiben die technischen Leistungsmerkmale dieser neuen Schaumstoffe im Vergleich zu ihren halogenhaltigen Varianten nahezu unverändert, die potenziellen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt seien jedoch deutlich geringer. Die neuen Schaumstoffe sollen daher ideal für den Einsatz als Komponenten in nachhaltigen Endprodukten sein. Kunststoffe aus organischen Polymeren sind aufgrund ihres hohen Kohlenstoffanteils typischerweise sehr leicht entzündlich. Je nach chemischer Zusammensetzung können solche Materialien beim Verbrennen giftige Gase wie Blausäure oder Kohlenmonoxid freisetzen. Viele synthetische Schaumstoffe sind daher, als Sicherheitsmaßnahme, mit Flammschutzmitteln ausgerüstet. Nachteile von üblichen Flammschutzmitteln Zu den Standardflammschutzmitteln der Industrie gehören halogenierte Verbindungen wie Tris(chlorpropyl)phosphat (TCPP) oder polybromierte Diphenylether (PBDE). Diese sind als Flammschutzmittel wirksam, haben aber einen Nachteil: Sie stehen im Verdacht, gesundheits- und umweltschädlich zu sein. Mehrere dieser Stoffe sind extrem langlebig und reichern sich in der Umwelt an, haben hormonähnliche Nebenwirkungen oder gelten gar als krebserregend. Neue Rezeptur Sekisui Alveo hat nun flammhemmende Schaumstoffe entwickelt, die weder Schwermetalle noch bromierte oder chlorierte Bestandteile enthalten. Anstelle dieser Verbindungen werden spezielle halogenfreie organische Komponenten verwendet. Die physikalischen Eigenschaften der Produkte sollen nahezu identisch sein mit denen halogenhaltig flammgehemmter Schaumstoffe. Somit hat Sekisui Alveo die schädlichen Flammschutzmittel ersetzt, ohne die Leistungseigenschaften seiner Produkte zu beeinträchtigen. Die halogenfrei flammgeschützten Ausführungen sind aktuell für die Produktlinien „Alveolit TA“ und „Alveolit TL“ in verschiedenen Dichten und Dicken verfügbar. Die halogenhaltigen Versionen dieser Schaumstoffe verbleiben weiterhin im Portfolio. Erfolgreich getestet für Fahrzeugbau-Anwendungen In der vertikalen Brandprüfung erfüllt der neue Schaumstoff die Vorgaben der Norm EN 13501-1 zur Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten. Im horizontalen Brandtest werden die Vorgaben der FMVSS (Federal Motor Vehicle Safety Standards der amerikanischen NHTSA) eingehalten, so dass die neuen Schaumstoffe für Anwendungen im Fahrzeugbau geeignet sind. Weitere mögliche Einsatzgebiete finden sich im Hochbau, der Elektronik und in Haushaltsgeräten. In Brandversuchen soll das von den neuen Schäumen emittierte Rauchgas einen deutlich niedrigeren konventionellen Toxizitätsindex (CIT) zeigen als der von halogen- oder schwermetallhaltigen Schäumen. Der erzeugte Rauch ist weiß, was Rettungseinsätze begünstigen kann. Cradle to Cradle Die Schaumstoffe sind eine gute Nachricht für Hersteller, die ihre Produkte durch das Cradle to Cradle Products Innovation Institute zertifizieren lassen möchten. Als Bauteil können die Schaumstoffe alle notwendigen Anforderungen erfüllen, um eine sehr gute Bewertung des Endprodukts zu erzielen. Durch die Vermeidung von halogenen Flammschutzmitteln und Schwermetallen werden hohe Anforderungen an die Recyclingfähigkeit erfüllt und die Konformität mit der Kategorie "Material Health" erreicht. Weitere Informationen: www.sekisuialveo.com |
Sekisui Alveo, Adligenswil, Schweiz
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