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21.09.2021, 12:56 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Grüner Punkt + Nestlé + Papier-Mettler: Neue LDPE-Schrumpffolie besteht etwa zur Hälfte aus Rezyklaten

Schrumpffolien für Trays im Maggi-Werk Singen - (Bild: Maggi).
Schrumpffolien für Trays im Maggi-Werk Singen - (Bild: Maggi).
Die Nestlé Deutschland AG, die Papier-Mettler KG und der Grüne Punkt haben gemeinsam eine neue Schrumpffolie aus Polyethylen niedriger Dichte (LDPE) entwickelt, die etwa zur Hälfte aus Rezyklaten besteht. Ein Teil dieser Rezyklate wird aus Kunststoffabfällen gewonnen, die im Gelben Sack bzw. der Gelben Tonne gesammelt wurden. Diese Post-Consumer-Rezyklate (PCR) gelten als besonders schwierig beim Einsatz für neue Folien.

Jörg Deppmeyer, Geschäftsführer des Grünen Punkts, freut sich über die erneute Pionierleistung des Grünen Punkts: „Es ist uns durch technische Innovationen gelungen, ein besonders reines ‚Systalen‘ LDPE Rezyklat herzustellen, das in Folien eingesetzt werden kann. Aus der Folie wird also wieder Folie, aus der Verpackung wieder eine Verpackung. Gemeinsam mit unseren Partnern gehen wir jetzt in die großtechnische Anwendung dieses neuen Produkts. Das ist ein Durchbruch im Recycling von Folienabfällen aus dem Gelben Sack.“

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Die von der Papier-Mettler KG unter Verwendung von „Systalen“ LDPE hergestellten Schrumpffolien werden zur Transportsicherung von Trays im Maggi-Werk Singen eingesetzt. Weitere Anwendungen seien möglich und bereits in Vorbereitung. „Wir haben uns verpflichtet, bis 2025 den Einsatz von Neukunststoff um ein Drittel zu reduzieren“, so Tim Jünemann, Nestlé Deutschland AG. „Um Kreisläufe zu schließen, wollen wir immer mehr aus Verpackungsabfall gewonnenes Kunststoffrezyklat selbst wiedereinsetzen. Gerade im Bereich der Folienverpackungen stellt das eine besondere Herausforderung dar. Daher ist das gemeinsame Projekt mit Papier-Mettler und dem Grünen Punkt ein Meilenstein für uns.“

Während es für Hartkunststoffe aus Verpackungsabfällen funktionierende Kreisläufe gebe, seien die Folien noch im Rückstand, heißt es in einer Presseinformation weiter. Rezyklate daraus kommen demnach in eher einfachen Produkten wieder zum Einsatz, aber meist nicht in Folien. Die Europäische Union hebe die Anforderungen an das Recycling von Kunststoffabfällen stetig an, das deutsche Verpackungsgesetz fordere ab 2022 schon eine Recyclingquote von 63 Prozent aller am dualen System beteiligten Kunststoffverpackungen. Ohne Fortschritte beim Recycling von Folienabfällen, die den größten Anteil an der Sammelmenge haben, seien diese Anforderungen kaum zu erfüllen.

„Systalen“ LDPE Rezyklate werden in Thüringen bei der Systec Plastics Eisfeld GmbH hergestellt. Das Unternehmen ist Mitglied der RAL-Gütegemeinschaft Rezyklate aus haushaltsnahen Wertstoffsammlungen e.V. – durch das RAL-Gütezeichen „Recycling-Kunststoff“ sind die eingesetzten PCR rückverfolgbar. Die Herkunft aus dem Gelben Sack bzw. der Gelben Tonne ist damit zertifiziert.

Weitere Informationen:
www.gruener-punkt.de, www.ral-rezyklat.de, www.nestle.de, www.papier-mettler.com

Grüner Punkt + Nestlé + Papier-Mettler, Köln

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