| 26.09.2007 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Das bislang größte Dachmodul aus Polycarbonat / Exzellente Oberflächenqualität und deutliche GewichtseinsparungEr steht für urbane Mobilität und ist wegen seines geringen Kraftstoffverbrauchs und der niedrigen CO2-Emissionen ein Vorbild in Sachen Umweltfreundlichkeit – der neue smart fortwo. Zu seinen Highlights zählt ein leichtes Dachmodul aus Makrolon® AG2677, einem für die Automobilverscheibung maßgeschneiderten Polycarbonat (PC) der Bayer MaterialScience AG (www.k2007.bayermaterialscience.de, www.bayermaterialscience.de). „Mit einer Fläche von rund 1,2 Quadratmetern ist es weltweit das bisher größte, mit Polycarbonat in einem Serienfahrzeug umgesetzte Dachmodul“, erläutert Dr. Sven Gestermann, Key Account Manager Automotive Glazing für die Region Europa bei Bayer MaterialScience. Hersteller des Kunststoffteils und Systemlieferant des Panoramadachs ist die Webasto AG mit Sitz in Stockdorf bei München, einer der weltweit führenden Hersteller von Dachmodulen und Sonnendächern für Automobile. Das Dachmodul wird bei Webasto im Zwei-Komponenten-Spritzpräge-Verfahren auf einer Spritzgussmaschine mit Wendeplatte gefertigt und anschließend beschichtet. Im ersten Schuss entsteht die transparente Außenoberfläche aus Makrolon® AG2677, im zweiten der großflächige Rahmen aus Bayblend® DP T95 MF. Dieses schwarz eingefärbte Blend aus PC und ABS (PC+ABS) wurde von Bayer MaterialScience in Zusammenarbeit mit Webasto speziell als zweite Komponente für diese Anwendung neu entwickelt und ist für großflächige Verscheibungsteile aus Makrolon® AG2677 maßgeschneidert. Zu den besonderen Stärken des Blends zählt das dem PC-Werkstoff angepasste Schwindungsverhalten. „Trotz seiner Größe lässt sich das Dachmodul daher mit nur sehr geringen inneren Spannungen und verzugsarm fertigen. Dies ist mit ein Grund dafür, dass eine exzellente Oberflächenqualität erreicht wird“, so Gestermann. Die Ausführung des Dachelementes in Kunststoff ermöglicht zudem eine erhebliche Gewichtseinsparung – gegenüber einer vergleichbaren Lösung aus Glas um deutlich über 40 Prozent. Dies trägt nicht nur zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch bei, sondern hilft auch, den Schwerpunkt des Fahrzeugs möglichst tief zu legen, was dessen Fahrverhalten und Agilität verbessert. „Die Gewichtseinsparung, die konstruktiven Gestaltungsfreiheiten und die Möglichkeit, Funktionen wie Befestigungselemente in das Bauteil zu integrieren, waren für uns die wichtigsten Argumente, das Dach in bruchsicherem Polycarbonat umzusetzen“, blickt Detlev Penczek, Bauteilverantwortlicher für das Panoramadach bei smart, zurück. Bei der Entwicklung von Panoramadächern aus Polycarbonat arbeiten Bayer MaterialScience und Webasto bereits seit Jahren zusammen. „Auch bei diesem Projekt war es für uns wieder von großem Nutzen, auf die Expertise zurückgreifen zu können, die Bayer MaterialScience bei Materialien, Verarbeitung und Analytik besitzt“, erklärt Martin Pollak, bei Webasto Leiter für die Entwicklung von Dachmodulen. Der Service von Bayer MaterialScience erstreckte sich über die komplette Prozesskette. So wurde zum Beispiel über rheologische Berechnungen ein optimiertes Angusskonzept ermittelt und mittels mechanischer Berechnungen das statische und dynamische Bauteilverhalten simuliert. Auch bei der Werkzeugentwicklung und beim Anfahren der Bauteil-Serienproduktion standen Experten des Kunststoffherstellers mit Rat und Tat zur Seite. Was die Größe von Dachmodulen aus Polycarbonat betrifft, sind die Möglichkeiten noch nicht ausgereizt. „Untersuchungen in unserem Hause haben ergeben, dass mit heutigen Materialien und aktuellen Werkzeug- und Maschinenkonzepten der Spritzprägetechnik spannungsarme Dächer mit einer Fläche von bis zu 1,7 Quadratmetern machbar sind. Damit werden wir dem aktuellen Trend zu großflächigen Panoramadächern gerecht“, so Gestermann. Er geht außerdem davon aus, dass in künftigen Dachmodulentwürfen noch weitaus stärker die Formgebungsmöglichkeiten und das Integrationspotenzial von Makrolon® AG2677 und Bayblend® DP T95 MF genutzt werden, um Kosten einzusparen und die Gesamtmontage zu vereinfachen. „Wir denken zum Beispiel an die Integration von Dachspoilern, hochgesetzten Leuchten und Komponenten der Reling und des Wassermanagements“, so Gestermann. K 2007, Düsseldorf, 24.-31. Oktober 2007, Halle 6 |
Bayer MaterialScience AG, Leverkusen
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