| 20.05.2022, 08:39 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die Bauindustrie leidet zunehmend unter höheren Preisen für Baumaterialien. Der Krieg um die Ukraine und die anhaltenden Corona-Lockdowns in China treffen direkt oder indirekt auch die Hersteller von Kunststoffrohren. Selbst wenn die Bauwirtschaft in den meisten Ländern bislang besser durch die Krise kommt als andere Branchen: Die neuste, bereits fünfte Industrieanalyse von Ceresana zum Weltmarkt für Kunststoffrohre erwartet eine Erholung frühestens ab 2023. Trotz unterbrochenen Lieferketten, teureren Rohstoffen und anderen aktuellen Herausforderungen bleiben demnach aber die Zukunftsaussichten für die Produzenten von Rohren, Rohrbauteilen und Fittings aus Kunststoffen intakt. Ob sich Starkregen oder Dürren häufen - extreme Wetterphänomene im Gefolge des Klimawandels erzwingen vielerorts Investitionen in effizientere, leistungsfähigere Wasserleitungen. Für die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen wird der Studie zufolge in den kommenden Jahren die Nachfrage nach wartungsfreundlichen Kunststoffrohren wachsen. Ceresana erwartet bis 2031 allein für den Landwirtschaftssektor einen Anstieg des weltweiten Kunststoffrohr-Verbrauchs von rund 2,7 % pro Jahr. Urbanisierung, Digitalisierung und Elektromobilität erfordern einen massiven Ausbau der Infrastruktur. Rohre sind dabei nicht unbedingt im Fokus der Öffentlichkeit, aber immer mit dabei: Um teure Glasfasernetze und elektrische Leitungen gegen Beschädigungen abzuschirmen, werden Kabelschutzrohre aus Kunststoff benötigt. Bei der Abwasserentsorgung, Trinkwasser- und Gasversorgung dienen dichte, verlustarme Kunststoffrohre dem Umweltschutz. Für unterschiedliche Anwendungsgebiete werden Rohrtypen aus verschiedenen Kunststoffsorten eingesetzt. Rohre aus Polyvinylchlorid (PVC) sind vergleichsweise günstig und werden für Abwasser, Trinkwasser sowie Kabelschutz verwendet. Rohre aus Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE) machen jedoch den PVC-Rohren zunehmend Konkurrenz bei der Trinkwasserversorgung 0 und bei industriellen Anwendungen und der Gasversorgung spielen sie bereits eine wichtige Rolle. Rohre können auch einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten: In Europa werden pro Jahr bereits mehr als 200.000 Tonnen recycelte Kunststoffe zu Rohren verarbeitet. Kapitel 1 der neuen Studie von Ceresana bietet eine Darstellung und Analyse des globalen Markts für Kunststoffrohre - einschließlich Prognosen bis 2031: Für jede Region der Welt werden Umsatz, Produktion und Verbrauch von Kunststoffrohren angegeben. In Kapitel 2 werden die wichtigsten 16 Länder einzeln betrachtet: Umsatz, Import und Export. Die Produktions- sowie Verbrauchsmengen werden dabei aufgeteilt auf die Kunststofftypen: PE-Rohre (Polyethylen), PP-Rohre (Polypropylen), PVC-Rohre (Polyvinylchlorid) sowie sonstige Kunststoffe. Zudem wird für jedes Land detailliert die Rohr-Nachfrage für die verschiedenen Einsatzgebiete untersucht: Abwasserentsorgung, Trinkwasserversorgung, Kabelschutz, Gasversorgung, Landwirtschaft, Industrie und sonstige Anwendungen. Kapitel 3 bietet Unternehmensprofile der bedeutendsten Kunststoffrohr-Hersteller, gegliedert nach Kontaktdaten, Umsatz, Gewinn, Produktpalette, Produktionsstätten und Kurzprofil. Ausführliche Profile werden von 92 Produzenten geliefert, wie z.B. Aalberts Industries N.V., Aliaxis S.A., Amiblu Holding GmbH, China Lesso Group Holdings Ltd., Fletcher Building Ltd., Genuit Group plc, Georg Fischer AG, JM Eagle Co., Inc., Nan Ya Plastics Corp., Pipelife International GmbH, Sekisui Chemical Co., Ltd., Tessenderlo Chemie NV und Uponor Corporation. Weitere Informationen: |
Ceresana Research, Konstanz
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