| 24.01.2023, 13:41 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Röchling Automotive Germany SE & Co. KG, ein Tochterunternehmen der Mannheimer Röchling-Gruppe, schließt zum Ende des Jahres ihr Werk in Gernsbach. Damit reagiert der weltweit agierende Kunststoffverarbeiter auf zurückgehende Bedarfe der Automobilhersteller und hierdurch hervorgerufene geringere Umsätze bei gleichzeitig steigenden Material- und Energiekosten. Wie das Unternehmen weiter mitteilt, sei das Ziel eine Konsolidierung der Produktionskapazitäten bei Röchling Automotive Germany zwischen den Werken in Worms und Wackersdorf. Die Information der Belegschaft und des Betriebsrats über die Schließung des Gernsbacher Werks sei bereits kürzlich erfolgt. „Es ist für alle Beteiligten ein schwieriger und emotionaler Schritt, ein langjährig erfolgreiches Werk zum Jahresende schließen zu müssen. Hiervon sind etwa 50 Mitarbeitende betroffen, die mitunter schon viele Jahre für das Unternehmen tätig sind. Sie haben erfolgreich hochwertige Produkte für unseren Standort in Worms und damit für die Automobilindustrie hergestellt. Wir können uns aber den aktuellen wirtschaftlichen Gegebenheiten nicht verschließen. Daher haben wir diese Entscheidung schweren Herzens getroffen“, sagt Matthias Drehkopf, als Chief Operating Officer Leiter des operativen Geschäfts bei Röchling Automotive. Teile der Produktionsumfänge in Gernsbach werden an den Standort in Worms verlagert. „Wir werden das Geschäft für unsere Kunden auch weiterhin zuverlässig von dort aus weiterführen“, betont Raphael Wolfram, Vorstandsvorsitzender von Röchling Automotive. Das Unternehmen produziert in Gernsbach seit dem Jahr 1969 zahlreiche Bauteile für die Automobilindustrie, darunter etwa thermoakustische Fleece für Unterbodenverkleidungen, die sich durch ihre Vorteile in Gewicht, Geräuschdämmung und Stabilität auszeichnen. Der Standort selbst könne auf eine mehr als 450-jährige Tradition zurückblicken, was den jetzt angekündigten Schritt nicht leichter gemacht habe. Neben der Schließung des Werks in Gernsbach beinhaltet die Reorganisation von Röchling Automotive Germany weitere Schritte. Nach Rückgang der Verkaufszahlen für herkömmliche Spritzgießteile am Standort Wackersdorf wird dort die Neuausrichtung in Richtung E-Mobilität vorangetrieben. Gleichzeitig werden signifikante Investitionen in den Wormser Standort zur Optimierung der Abläufe getätigt. Dies soll die Wettbewerbsfähigkeit im Bereich der thermoakustischen Fleece durch die Nutzung weiterer Marktpotenziale für den Batterie-Unterfahrschutz steigern. Röchling Automotive erwirtschaftete im Jahr 2021 an seinen 41 Standorten in Europa, den Amerikas und Asien einen Umsatz in Höhe von 1,020 Milliarden Euro und beschäftigte 5.752 Mitarbeitende. Das Unternehmen verbessert mit seinen Produktlösungen aus Kunststoff die Mobilität. Hierfür nutzt Röchling Automotive sein Know-how in den Bereichen Battery Solution, Structural Leightweight, Aerodynamics und Propulsion. Weitere Informationen: www.roechling.com/automotive, www.roechling.com |
Röchling Automotive Beteiligungs SE, Mannheim
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