| 20.12.2007 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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KraussMaffei (www.kraussmaffei.com) bietet eine neue Verfahrensvariante, das Inmould Lackierverfahren, um LFI-Bauteile mit hochglänzenden Oberflächen auszustatten. Dabei wird die Lackschicht direkt auf die Werkzeugoberfläche aufgesprüht. Mit einem Sprühmischkopf wird anschließend ein so genannter Barrier-Coat auf die Lackschicht aufgebracht, danach kann die LFI-Schicht aufgetragen werden. Mit dem anschließenden Pressvorgang wird das faserverstärkte Bauteil mit hochglänzender Oberfläche fertig gestellt. Das neue Lackierverfahren kommt bei Harita Seating Systems Limited, Hosur/Indien, in der Serienfertigung von Motorhauben für Traktoren zum Einsatz. Harita produziert die Motorhauben im Auftrag eines renommierten Traktorenherstellers. Die Traktoren sind zunächst für den indischen Markt bestimmt und sollen in Zukunft auch nach Europa geliefert werden. Anders als bei anderen PUR-Verarbeitungsmethoden werden beim LFI-Verfahren die Glasfasern, die das Bauteil verstärken, bereits im Mischkopf mit PUR benetzt. Dies hat den Vorteil, dass an Stelle von vorgeformten Glasfasermatten kostengünstigere Rovings eingesetzt werden. Um LFI-Bauteile mit hochwertigen Oberflächen auszustatten, kamen bisher vor allem tiefgezogene Folien zum Einsatz. Mit dem Barrier-Coat steht jetzt eine attraktive Alternative für Anwendungen mit relativ kleinen Stückzahlen oder vielen Farbvarianten zur Verfügung. Anspruchsvolle Werkzeugtechnik Für die Lackierung direkt im Werkzeug, wie sie bei Harita zum Einsatz kommt, muss die Werkzeugoberfläche sehr hohe Anforderungen erfüllen. Die Werkzeugbereiche, die mit den Sichtflächen des Bauteils in Berührung kommen, sind daher hochglanzpoliert. KraussMaffei stellt diese Werkzeuge im Kompetenz-Center für Tooling Technologies am Standort Viersen her. Als Alternative zum Lackeintrag ins Werkzeug können die LFI-Bauteile auch ausschließlich mit Barrier-Coat beschichtet und nachträglich lackiert werden. Dies ist besonders für Verarbeiter attraktiv, die bereits über eine Lackierstraße verfügen. Darüber hinaus lässt sich die Produktion dieser lackierten bzw. lackierfähigen Bauteile auch mit der Wabentechnik kombinieren. Dabei wird eine Pappschicht mit wabenförmiger Struktur (Honeycomb) und geringem Flächengewicht auf der Ober- und Unterseite mit zwei dünnen Schichten aus glasfaserverstärktem PUR bedeckt. Der zusätzlich aufgetragene Barrier-Coat verhindert dabei, dass die Wabenstruktur an der Oberfläche des Bauteils sichtbar ist. Als Anwendungsgebiete für die lackierten faserverstärkten Bauteile kommen vor allem Nutzfahrzeuge und Maschinen für die Landwirtschaft sowie Busse und LKW in Frage. Bild: Neues Inmould Lackierverfahren für LFI-Bauteile mit hochglänzenden Oberflächen |
KraussMaffei Technologies GmbH, München
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