| 01.10.2025, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Das französische Chemie- und Biotechnologieunternehmen Carbios hält an seinen Plänen für die Fertigstellung der PET-Biorecyclinganlage in Longlaville fest. Wie das Unternehmen im aktuellen Halbjahresbericht mitteilt, könnten die Bauarbeiten an dem Standort im Nordosten Frankreichs bis Ende dieses Jahres wieder aufgenommen werden. Voraussetzung dafür sei allerdings der Abschluss zusätzlicher Finanzierungsvereinbarungen für das Projekt. Gleichzeitig will das Unternehmen weitere Abnahmeverträge für die künftig in der Anlage produzierten Rezyklate abschließen. Unterstützend wirke dabei eine kürzlich von der französischen Regierung verabschiedete Verordnung, die zusätzliche finanzielle Anreize für die Verwendung von recycelten Materialien vorsieht. Zudem konnte das Unternehmen durch die Umsetzung eines Kostensenkungsplans im ersten Halbjahr seine Liquidität deutlich verbessern. Carbios-CEO Vincent Kamel erklärte: "Dank unserer gut kontrollierten Ausgaben und unserer soliden Liquiditätslage können wir zuversichtlich in die Zukunft blicken. Die jüngsten positiven Entwicklungen sowohl im regulatorischen Bereich als auch in unseren Gesprächen mit Finanz- und Industriepartnern bestärken uns zusätzlich in der Überzeugung, dass unser Plan tragfähig ist." Carbios hatte im Mai vergangenen Jahres den Grundstein für das Biorecyclingwerk in Longlaville gelegt, die Bauarbeiten dann jedoch Ende 2024 aufgrund von Finanzierungsproblemen zunächst wieder eingestellt (siehe auch plasticker-News vom 19.12.2024). Ursprünglich sollte die Anlage 2026 in Betrieb gehen, bei Wiederaufnahme der Bauarbeiten bis Jahresende könnte der Komplex nun im zweiten Halbjahr 2027 in Betrieb genommen werden. Die Anlage nahe dem Länderdreieck Frankreich-Luxemburg-Belgien soll über Kapazitäten für das Recycling von jährlich rund 50.000 Tonnen aufbereitetem PET-Abfall verfügen. In dem Komplex wird das von Carbios entwickelte Verfahren "C-Zyme" zur Depolymerisation von PET-Abfällen durch Enzyme zur Anwendung kommen. Gewonnen werden dadurch PTA- und MEG-Monomere für die Repolymerisation zu neuwertigem PET, das für verschiedene Anwendungen geeignet ist. Die erforderlichen Investitionen für den Bau der Recyclinganlage in Longlaville wurden zuletzt mit insgesamt rund 230 Mio. Euro veranschlagt. Für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahrs 2025 berichtet Carbios einen Nettoverlust von 23,5 Mio. Euro aus Umsätzen in Höhe von 519 Mio. Euro. Weitere Informationen: www.carbios.com |
Carbios, Clermont-Ferrand, Frankreich
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