| 05.01.2026, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der Geschäftsbetrieb der Vynova Wilhelmshaven GmbH wird im Rahmen des laufenden Insolvenzverfahrens vorerst fortgeführt (siehe auch plasticker-News vom 16.12.2025). Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Christian Kaufmann von der Pluta Rechtsanwalts GmbH kurz vor Weihnachten noch mitteilte, konnte der energieintensive und damit kostenintensive Betrieb der Anlagen stabilisiert werden. Grundlage dafür seien umfangreiche Abstimmungen, die das Pluta-Team mit beteiligten Banken, dem Land Niedersachsen, Lieferanten, Dienstleistern sowie weiteren Gesellschaften der Vynova-Gruppe geführt habe. Der Weiterbetrieb wird durch einen Massekredit der Nord/LB und der Volksbank Wilhelmshaven eG abgesichert. Mit diesen Mitteln können insbesondere die Vorkasseforderungen der Strom- und Gaslieferanten erfüllt werden, was Voraussetzung für den laufenden Betrieb ist. Das Amtsgericht Wilhelmshaven hatte am 12. Dezember 2025 die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Vynova Wilhelmshaven GmbH angeordnet und Dr. Christian Kaufmann zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Ziel der aktuellen Maßnahmen ist es, den Betrieb aufrechtzuerhalten und zugleich die Sicherheit von Beschäftigten, Umwelt und Anlagen zu gewährleisten. Parallel zur Stabilisierung des Geschäftsbetriebs hat der Insolvenzverwalter einen strukturierten Investorenprozess initiiert. Erste Gespräche mit Interessenten, die sich bereits proaktiv gemeldet hatten, wurden geführt. Die Marktansprache ist für Anfang Januar 2026 geplant. Ziel ist es, bis spätestens März 2026 eine tragfähige Lösung für die Gesellschaft zu finden. Die Vynova Wilhelmshaven GmbH ist Teil der international tätigen Vynova-Gruppe mit Hauptsitz in Belgien. Der Standort Wilhelmshaven betreibt seit 1981 eines der größten europäischen Werke zur Herstellung von Suspensions-PVC (S-PVC) sowie Vinylchlorid-Monomer (VCM), einem zentralen Vorprodukt für die PVC-Erzeugung. Der Produktionsstandort liegt am Jadebusen und verfügt über direkten Zugang zum einzigen deutschen Tiefwasserhafen. Die Insolvenzantragstellung betrifft ausschließlich die deutsche Gesellschaft; die übrigen Unternehmen der Vynova-Gruppe sind nicht Teil des Verfahrens. Weitere Informationen: |
Vynova Wilhelmshaven GmbH, Wilhelmshaven
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