| 17.03.2026, 13:41 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die deutsche Kunststofferzeugung hat 2025 erneut deutlich nachgegeben. Nach Angaben von Plastics Europe Deutschland sank die Produktion um 4,5 Prozent, der Umsatz um 7,6 Prozent auf 24,6 Milliarden Euro und die Exporte um 5,5 Prozent. Als wesentliche Belastungsfaktoren nennt der Verband die schwache Konjunktur, eine rückläufige Nachfrage, zunehmenden Wettbewerbsdruck aus dem Ausland sowie anhaltende Handelskonflikte. Seit Beginn der Energiekrise im Jahr 2022 summiert sich der Produktionsrückgang in der deutschen Kunststofferzeugung auf mehr als 26 Prozent. Gleichzeitig wächst die weltweite Kunststoffnachfrage weiter. Plastics Europe Deutschland sieht darin ein Signal für eine strukturelle Schwächung des Standorts. Der Verband verweist auf die enge Verzahnung der Kunststoff- und Chemieindustrie mit weiteren Industriebereichen. Produktionsrückgänge in zentralen Vorstufen könnten demnach Auswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette haben – von Zulieferern und Verarbeitern bis hin zum Maschinenbau. Zur Stabilisierung des Standorts fordert Plastics Europe Deutschland den Abbau verbliebener Handelshemmnisse im EU-Binnenmarkt, eine einheitlichere Umsetzung europäischer Vorgaben sowie eine spürbare Entlastung bei Energie- und Strompreisen. Zugleich rückt der Verband die Rohstoffversorgung und die Kreislaufwirtschaft stärker in den Fokus. Vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten sei es aus Sicht der Branche notwendig, vorhandene Rohstoffe konsequenter im Kreislauf zu halten. Gleichzeitig verschärfe sich der internationale Wettbewerb: China habe seine Recyclingkapazitäten binnen zwei Jahren nahezu verdoppelt und sei bei recycelten Kunststoffen inzwischen zum weltweit größten Lieferanten aufgestiegen. Nach Einschätzung des Verbands reichen die bisherigen Fortschritte in der Kreislaufwirtschaft nicht aus, um die Transformationsziele zu erreichen. Marktanreize wie Recycling- und Rezyklateinsatzquoten sowie die öffentliche Beschaffung seien zwar notwendig, müssten aber durch praktikable regulatorische Rahmenbedingungen flankiert werden. Dazu zählt Plastics Europe Deutschland insbesondere anwendbare Massenbilanzregeln und technologieoffene Vorgaben. Weitere Informationen: www.plasticseurope.org |
PlasticsEurope Deutschland e.V., Frankfurt am Main
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