| 16.04.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() ![]() Chemisches Recycling eröffnet neue Wege für schwer verwertbare Kunststoffabfälle: KraussMaffei Extrusion bietet innovative Extruder-Technologien zur Beschickung nachfolgender Reaktorsysteme, zum Beispiel in der Pyrolyse und Depolymerisation - (Bilder: KraussMaffei). Vor dem Hintergrund wachsender regulatorischer Anforderungen, unter anderem durch die EU-Verpackungsverordnung, rückt das Unternehmen die technische und wirtschaftliche Umsetzung von Recyclingprozessen in den Mittelpunkt. Nach Angaben von KraussMaffei Extrusion steigen zugleich die Anforderungen an Materialeffizienz, Prozesssicherheit und Skalierbarkeit. Daraus ergibt sich demnach die Notwendigkeit, Recyclingverfahren über den gesamten Entwicklungs- und Produktionsprozess hinweg integriert zu betrachten. ![]() Im Technology Center in Laatzen können Recyclingprozesse unter realen Produktionsbedingungen entwickelt, getestet und skaliert werden. Im mechanischen Recycling deckt das Unternehmen ein breites Spektrum an Kunststoffen ab. Dazu zählen Polyolefine, PET und technische Kunststoffe. Bei Polyolefinen liegt der Fokus insbesondere auf Verpackungsanwendungen. Genannt werden sowohl Prozesse für starre Verpackungen mit Anforderungen an lebensmitteltaugliches Recycling als auch Verfahren zur Aufwertung flexibler und mehrschichtiger Materialien für Folien- und Compound-Anwendungen. Auch für das mechanische PET-Recycling, etwa in Bottle-to-Bottle-Prozessen, positioniert KraussMaffei Extrusion die ZE-BluePower-Baureihe als zentrale Technologie. Das Unternehmen nennt dabei Merkmale wie energieeffiziente Verarbeitung, schonendes Aufschmelzen, effektive Restfeuchteentfernung, kurze Verweilzeiten und den Erhalt der intrinsischen Viskosität. Die angegebenen Durchsatzbereiche reichen von 20 kg/h bis 12.000 kg/h und sollen eine Skalierung von Entwicklungs- bis Produktionsmaßstab ermöglichen. Im chemischen Recycling sieht KraussMaffei Extrusion wachsende Einsatzfelder für die ZE BluePower. Die Extruder werden unter anderem als Beschickungssysteme für Depolymerisations- und Pyrolyseprozesse eingesetzt. Als verfahrenstechnische Merkmale nennt das Unternehmen die energieeffiziente Materialverarbeitung, die Vakuumentgasung zur Entfernung aggressiver Bestandteile sowie die kontinuierliche Schmelzefiltration zur Reduzierung von Kontaminationen. Diese Auslegung soll dazu beitragen, nachgelagerte Prozesse zu stabilisieren, Reinigungsaufwand zu verringern und die Belastung nachfolgender Anlagenteile zu reduzieren. Ergänzend bietet KraussMaffei Extrusion nachgeschaltete Entgasungsextruder für lösungsmittelbasierte Recyclingverfahren an. Damit adressiert das Unternehmen Anwendungen, in denen flüchtige Bestandteile nach dem eigentlichen Aufbereitungsprozess sicher entfernt werden müssen. Ein weiteres Beispiel aus dem Bereich chemisches Recycling ist die gemeinsam mit Partnern entwickelte purity glycoLine PU. Dabei handelt es sich um einen kontinuierlichen Extrusionsprozess zur chemischen Verwertung von PUR-Abfällen. Nach Angaben des Unternehmens können damit auch stark verunreinigte Materialströme verarbeitet und Wertstoffe zurückgewonnen werden. Das Verfahren wird als kontinuierliche Alternative zu klassischen Batch-Prozessen eingeordnet. Auf der PRSE will KraussMaffei Extrusion das Thema Recycling außerdem anhand eines Exponattischs entlang typischer Abfall- und Anwendungsströme veranschaulichen. Gezeigt werden Beispiele aus Verpackungen des Gelben Sacks, aus Automobilanwendungen sowie aus dem Recycling von Kühlschränken. Ziel ist es, die jeweils zugehörigen Technologien und Prozesslösungen im Zusammenhang darzustellen. PRS Europe 2026, 5.-6. Mai 2026, Amsterdam, Stand D130 Weitere Informationen: www.kraussmaffei.com |
KraussMaffei Technologies GmbH, Parsdorf
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