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01.09.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten    

Zahoransky: Werkzeugkonzept für effizientere Autoinjektor-Fertigung im Fokus

Das Werkzeugkonzept "Z.Sonic turn" für die Großserienfertigung von Autoinjektor-Gehäusen steht im Fokus - (Bild: Zahoransky).
Das Werkzeugkonzept "Z.Sonic turn" für die Großserienfertigung von Autoinjektor-Gehäusen steht im Fokus - (Bild: Zahoransky).
Zahoransky präsentiert auf der Fakuma 2026 das Werkzeugkonzept „Z.Sonic turn“ für die Großserienfertigung von Pen- und Autoinjektor-Gehäusen. Die gemeinsam mit Netstal entwickelte Lösung soll insbesondere eine höhere Ausbringung auf begrenzter Reinraumfläche ermöglichen. Gezeigt wird das System in Kombination mit einer vollelektrischen Spritzgießmaschine vom Typ „Elion Med“.

Hintergrund ist der steigende Bedarf an Pen- und Autoinjektoren, unter anderem infolge der wachsenden Nachfrage nach GLP-1-Medikamenten für die Diabetes- und Adipositastherapie. Hersteller stehen damit vor der Aufgabe, Produktionskapazitäten auszubauen, ohne Reinraumflächen und Anlagengrößen im gleichen Umfang zu erweitern. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Prozessqualität, Wirtschaftlichkeit und Automatisierung.

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„Z.Sonic turn“ verfolgt deshalb einen anderen Ansatz als die klassische Produktivitätssteigerung durch eine höhere Zahl an Werkzeugkavitäten. Statt größere Spritzgießwerkzeuge einzusetzen, sollen die einzelnen Produktionszyklen verkürzt werden. Dazu wird die Restkühlung der Formteile aus der Kavität herausverlagert. Eine weiterentwickelte Indexplatte mit servogetriebener Dreheinheit ermöglicht zudem, die Entformung außerhalb des Werkzeugs parallel zum folgenden Spritzzyklus durchzuführen.

Nach Angaben von Zahoransky erreicht ein Vierfach-Werkzeug mit diesem Konzept eine Zykluszeit von zwölf Sekunden. Bei konventionellen Lift-and-Strip-Werkzeugen seien für eine vergleichbare Anwendung rund 18 Sekunden erforderlich. In einer Beispielrechnung erhöht sich dadurch die jährliche Produktionsmenge von etwa 8,5 Millionen auf mehr als 12,8 Millionen Teile. Gleichzeitig sollen die Stückkosten um 23 Prozent sinken. Für die zugrunde gelegte Anwendung wird eine Amortisationszeit von rund neun Monaten genannt.

Neben der Zykluszeit wurde auch das Werkzeuggewicht reduziert. Das „Z.Sonic turn“-Werkzeug wiegt den Angaben zufolge rund 3.500 Kilogramm und damit etwa eine Tonne weniger als ein konventionelles Vergleichswerkzeug. Die kompaktere Bauweise soll den Flächenbedarf im Reinraum verringern und den Energiebedarf beim Aufheizen des Werkzeugs reduzieren.

Für höhere Produktionsvolumina bereitet Zahoransky nach eigenen Angaben Varianten mit 16 und 32 Kavitäten vor. Auf der Fakuma 2026 wird das Werkzeugkonzept als Bestandteil einer integrierten Fertigungslösung gezeigt, bei der Werkzeugbau, Spritzgießprozess und nachgelagerte Automatisierung miteinander verbunden sind.

Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026, Halle A2, Stand 2309

Weitere Informationen: www.zahoransky.com

Zahoransky AG, Todtnau-Geschwend

» insgesamt 47 News über "Zahoransky" im News-Archiv gefunden

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