| 21.08.2026, 10:23 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Der brasilianische Petrochemiekonzern Braskem hat sein Ergebnis im zweiten Quartal 2026 deutlich verbessert. Ausschlaggebend waren vor allem erheblich gestiegene Margen zwischen den internationalen Verkaufspreisen für Kunststoffe und den jeweiligen Rohstoffkosten. Hintergrund waren Verwerfungen an den Rohstoff- und Petrochemiemärkten infolge des Konflikts im Nahen Osten, die zeitweise zu höheren Preisen und Margen führten. Der Nettoumsatz erreichte im zweiten Quartal 21,72 Mrd. BRL. Umgerechnet entsprach dies rund 3,7 Mrd. EUR und damit einem Anstieg von 37 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Das wiederkehrende Ebitda erhöhte sich auf 5,25 Mrd. BRL beziehungsweise rund 890 Mio. EUR. Die entsprechende Ebitda-Marge lag bei rund 24 %. Im zweiten Quartal 2025 hatte Braskem lediglich ein wiederkehrendes Ebitda von 427 Mio. BRL erzielt. Besonders deutlich verbesserten sich die Marktbedingungen im Geschäft Brasilien und Südamerika. Gegenüber dem ersten Quartal 2026 stiegen dort die durchschnittlichen Margen zwischen den Verkaufspreisen für Kunstharze und den jeweiligen Rohstoffkosten um 82 %, bei den wichtigsten Chemikalien betrug der Anstieg 98 %. Im Geschäft USA und Europa erhöhte sich die entsprechende Marge bei Polypropylen um 28 %. In Mexiko nahm die Marge bei Polyethylen um 73 % zu. Zusätzlich profitierte Braskem in Brasilien von Steuergutschriften im Zusammenhang mit dem Rohstoffeinkauf im Rahmen des REIQ-Programms. Daraus resultierte ein positiver Ergebniseffekt von 578 Mio. BRL beziehungsweise rund 98 Mio. EUR. Gegenläufig wirkten unter anderem die Aufwertung des brasilianischen Real gegenüber dem US-Dollar sowie niedrigere Absatzmengen. In Brasilien gingen die Verkäufe von Kunstharzen gegenüber dem Vorquartal um 2 % und die der wichtigsten Chemikalien um 4 % zurück. In Mexiko sank der PE-Absatz um 11 %. Unter dem Strich erzielte Braskem im zweiten Quartal einen Nettogewinn von 3,33 Mrd. BRL. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 267 Mio. BRL ausgewiesen. Der operative Cashflow belief sich im Berichtszeitraum umgerechnet auf rund 328 Mio. EUR. Trotz der deutlichen Ergebnisverbesserung bleibt die Finanzlage angespannt. Die bereinigte Nettoverschuldung erhöhte sich gegenüber dem Vorquartal um 3 % auf umgerechnet rund 8,0 Mrd. EUR. Aufgrund des höheren Ebitda ging der Verschuldungsgrad allerdings von 18,18 auf 6,74 zurück. Braskem arbeitet parallel weiter an einer Neuordnung seiner Finanzverbindlichkeiten. Weitere Informationen: www.braskem.com |
Braskem, São Paulo, Brasilien
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