| 22.09.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Servomold stellt auf der Fakuma 2026 erstmals eine servoelektrische Linearausschraubeinheit (SLU) für das Entformen spiralförmiger Innenkonturen vor. Das System kombiniert eine rotatorische Bewegung des Gewindekerns mit einem gleichzeitig ausgeführten axialen Linearhub. Beide Bewegungen werden elektronisch synchronisiert. Zielanwendungen sind unter anderem Kunststoffkomponenten für Autoinjektoren, Pens und vergleichbare Drug-Delivery-Systeme.Die SLU ist in zwei Baugrößen mit minimalen Kernabständen von 40 mm beziehungsweise 60 mm ausgelegt. Eine Einheit kann bis zu acht Gewindekerne antreiben. Mit vier Einheiten lassen sich damit Werkzeuge mit bis zu 32 Kavitäten realisieren. Standardisierte Kernhalter mit austauschbaren Formkonturaufsätzen sollen den Wechsel zwischen unterschiedlichen Konturen und Gewindesteigungen vereinfachen. Die integrierte Linearführung übernimmt zugleich die Führung des Schieberkörpers und ermöglicht zusätzlich die Entformung nicht drehender Konturen. Für die axiale Positionierung des Gewindekerns im geschlossenen Werkzeug ist eine mechanische Verriegelung vorgesehen. Sie soll die Position auch bei hohen Spritzdrücken im Mikrometerbereich sichern. Die Temperierung von Schieber und Kern ist in das System integriert und auf kurze Zykluszeiten ausgelegt. Im Unterschied zu klassischen Ausschraubsystemen, bei denen eine Leitgewindemutter die Drehbewegung mechanisch mit dem axialen Hub koppelt, trennt die SLU beide Bewegungsachsen. Ein Servoantrieb übernimmt die Rotation, ein zweiter den Linearhub. Die Steuerung "MoldControl" synchronisiert beide Achsen elektronisch; das Verhältnis von Dreh- zu Linearbewegung wird entsprechend der jeweiligen Gewindesteigung vorgegeben. Durch die getrennte Ansteuerung lassen sich Rotation und Linearhub auch unabhängig voneinander nutzen. Nach dem Ausschrauben eines Gewindes kann beispielsweise ein längerer Hülsenbereich rein linear weiter entformt werden. Leitgewindemutter und zugehöriges Leitgewinde entfallen. Damit reduziert sich der mechanische Anpassungs- und Schmieraufwand. Da das System servoelektrisch arbeitet, wird für den Antrieb kein Hydrauliköl benötigt. Dies ist insbesondere für Anwendungen relevant, bei denen saubere Produktionsbedingungen und Reinraumtauglichkeit gefordert sind. Live auf der Messe Servomold zeigt die SLU auf der Fakuma 2026 anhand eines Funktionsmodells. Die Steuerung übernimmt dort die 2025 vorgestellte "SMC" ("Servo MoldControl"). Ergänzend erläutert Vertriebsleiter Richard Gane die Funktionsweise der SLU und weiterer servoelektrischer Linearaktuatoren am 14. Oktober 2026 um 11.00 Uhr im Fakuma-Forum. Neben der Linearausschraubeinheit zeigt Servomold weitere standardisierte servoelektrische Systemkomponenten für Spritzgießwerkzeuge. Dazu zählen Ein- bis Vierfach-Ausschraubeinheiten, Schneckenschrauber zum Entspindeln von Gewinden, betriebsfertige Ausschraubhälften, Servo-Antriebseinheiten, Indexplattendreher, Gewindekernsätze sowie rotierende Gewindekernkühlungen. Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026, Halle A2, Stand 2111 Weitere Informationen: www.servomold.com |
Servomold GmbH & Co. KG, Erbach
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