| 14.10.2026, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Wittmann Gruppe stellt auf der Fakuma 2026 das neu entwickelte Manufacturing Execution System (MES) "Temi Next" vor. Die Plattform soll unterschiedliche Produktionsprozesse in einem gemeinsamen Datenmodell abbilden und eine Datengrundlage für Anwendungen der künstlichen Intelligenz schaffen. Zugleich führt Wittmann für das System ein Software-as-a-Service-Modell (SaaS) im Abonnement ein.Nach Unternehmensangaben wurde die Software von Grund auf neu entwickelt, um die Anforderungen aktueller und künftiger KI-Anwendungen zu berücksichtigen. Im Mittelpunkt stehen die Qualität der erfassten Produktionsdaten und daraus abgeleitete Kennzahlen. Konkrete KI-Funktionen oder quantifizierte Verbesserungen gegenüber der Vorgängerversion nennt Wittmann in der Ankündigung nicht. Der Funktionsumfang geht über die Spritzgießverarbeitung hinaus. Neben Spritzgießmaschinen verschiedener Hersteller sollen sich auch Montageprozesse sowie Abfüll- und Verpackungsanlagen einbinden lassen. Während die Vorgängerversion bereits Euromap-Schnittstellen und OPC UA unterstützte, wurde die Zahl der verfügbaren Kommunikationsprotokolle laut Wittmann erweitert. Welche zusätzlichen Protokolle unterstützt werden, wird nicht näher erläutert. Ein Bestandteil der Plattform ist das Energiemodul der ebenfalls von Wittmann entwickelten Verbrauchsmanagementsoftware "iMAGOxt". Damit sollen Energieverbrauch und zugehörige CO2-Emissionen beispielsweise einzelnen Maschinen, Bauteilen oder Chargen zugeordnet werden können. Die gemeinsame Auswertung von Energie-, Prozess- und Qualitätsdaten soll die Ermittlung von Produktions- und Stückkosten unterstützen. Für die Einbindung in bestehende Unternehmenssysteme sind Anbindungen an ERP-Systeme wie "SAP" und "Odoo" vorgesehen. Die neu gestaltete Benutzeroberfläche bietet rollenbasierte Ansichten und zeigt Echtzeitdaten ohne manuelles Aktualisieren der Seite an. Zudem unterstützt die Software mehrere Sprachen. Mit dem Abonnementmodell verlagert Wittmann die Bereitstellung der Software auf einen zentral betreuten Dienst. Updates, Wartung und Weiterentwicklungen sollen zentral erfolgen und den Anwendern unmittelbar zur Verfügung stehen. Nach Angaben des Unternehmens entfallen eine lokale Softwareinstallation und entsprechende Wartungsarbeiten. Der Nutzungsumfang soll sich an veränderte Anforderungen im Betrieb anpassen lassen. Preise, Vertragslaufzeiten und die konkrete Abrechnungsgrundlage werden in der Ankündigung nicht genannt. Die Vorgängerversion "Temi+" wird nach Unternehmensangaben weiterhin uneingeschränkt unterstützt. Für Bestandskunden ist ein Migrationsprozess auf "Temi Next" vorgesehen. Fakuma 2026, Friedrichshafen, 12.-16. Oktober 2026, Halle B1, Stand 1204 Weitere Informationen: www.wittmann-group.com |
Wittmann Tec Group GmbH, Wien, Österreich + Wittmann Battenfeld GmbH, Kottingbrunn, Österreich + Wittmann Technology GmbH, Wien, Österreich + Wittmann Battenfeld Deutschland GmbH, Meinerzhagen
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