| 06.01.2010 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Mittelständische Unternehmen müssen sich verstärkt darauf einstellen, auch innerhalb ihrer Branchen mit Wettbewerbern zusammen zu arbeiten, ohne dabei die eigene Existenz aufzugeben. "Kooperation ist für einen mittelständischen Betrieb unabdingbar, sonst ist er nicht bestandsfähig gegen die Großen seiner Branche", sagt Harald Braschoß, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Kunststoff (IGK). Die IGK zieht damit auch eine positive Bilanz, wie sich die Zusammenarbeit von Unternehmen der Kunststoff-Branche in der Region Köln-Bonn-Rhein-Sieg im vergangenen Jahr entwickelt hat. Durch Kooperationen und gegenseitiges Ausleihen qualifizierter Mitarbeiter konnten Auftragsspitzen und Auftragsrückgänge in den unterschiedlichen Betrieben, die dem Facharbeiter-Pool der IGK angehören, zum Teil aufgefangen werden. "Durch diese Zusammenarbeit können auch sehr umfangreiche oder technisch herausfordernde Projekte realisiert werden, die ein einzelnes Unternehmen so nicht umsetzen kann", so Braschoß weiter. Aus- und Weiterbildung von Facharbeitern ausbauen Gleichwohl sind die Aussichten für das Jahr 2010 nicht nur positiv. "Vor allem die Betriebe, die keine Alleinstellungsmerkmale aufweisen oder keine Marktnische bedienen, werden noch unter der Wirtschaftskrise leiden", so Harald Braschoß. Er rechnet für das neue Jahr vereinzelt auch mit Entlassungen. Daneben ist nach Schätzungen der IGK damit zu rechnen, dass aus den rund 300 Kunststoff-Betrieben im Rhein-Sieg-Kreis in den kommenden fünf Jahren bis zu 2.500 Mitarbeiter aus Altersgründen ausscheiden werden. Weil damit den Betrieben erfahrene Facharbeiter und deren Know-how verloren geht, setzt sich die IGK weiterhin dafür ein, die Aus- und Weiterbildung von Facharbeitern in der regionalen Kunststoff-Branche zu sichern und auszubauen. Weitere Kunststoffbetriebe ansiedeln Dabei ist die als Verein organisierte und derzeit von 27 Mitgliedsunternehmen getragene Interessengemeinschaft auf Mithilfe weiterer Kunststoffbetriebe angewiesen. Von der Stadt Troisdorf erwartet die IGK eine gemeinsame Initiative zur Verstärkung des Kunststoff-Standortes Troisdorf und zum Ausbau der Lehrwerkstatt, die derzeit noch auf dem Gelände der Kunststoff-Firma Profine besteht. Harald Braschoß: "Alle Beteiligten sind sich einig, dass wir hier in Troisdorf neue Firmen der Kunststoff-Branche ansiedeln möchten, dafür bedarf es entsprechender Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten vor Ort." Diese zu realisieren gehört zu den Zielen der IGK für das Jahr 2010. Weitere Informationen: www.igk-ev.de |
IGK - IAP GmbH & Co. KG, Niederkassel
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