| 26.04.2010 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane FSK beim Verwerter Walter Kaspar GmbH & Co. KG in St. Georgen in Mitten von Kunststoff-Granulaten aus Abfällen. „Die Versorgung der Zementindustrie mit Sekundär-Brennstoffen stellt an die Logistik und Qualität der Brennstoffe hohe Ansprüche an uns als Versorger“, so der Bereichsleiter Wolfgang Bode der Fa. Kaspar. So müsse ein Verwerter verlässliche Stoffströme und die Brennstoffversorgung gewährleisten. Kunststoffabfälle müssten zudem die strengen Vorgaben an Inhaltsstoffe und Emissionen der Zementindustrie erfüllen. Wolfgang Bode erläuterte den Vertretern der Schaumstoff- und Polyurethanindustrie die Anforderungen an deren Produktionsabfällen, um diese in der Zementindustrie energetisch zu verwerten. „Es sei ökologischer, Kunststoffabfälle aufbereitet energetisch effektiv zu verwerten, als beispielsweise Gas oder Rohöl in der Zementindustrie oder in Müllheizkraftwerken zu verfeuern“, so die Position von Gerhard Hinzsch, Vorsitzender der Fachgruppe Schaumstoffverarbeiter des FSK, der als Schaumstoffverarbeiter selbst Produktionsabfälle für die energetische Verwertung bei Kasper anliefert. Im Zusammenhang mit den Quoten für die energetische Verwertung, für die Wiederverwendung und weiteren Verwertungen diskutierten die Vertreter der Schaumstoff- und Polyurethanindustrie die Umsetzung der Abfallrahmenrichtlinie und der aktuellen Verpackungsverordnung. Dies sei für die Branche ein wichtiges Thema, da Schaumkunststoffe zu einem beachtlichen Maße in Verpackungs- und Transportsystemen eingesetzt werden. Auch die Verbringung der Kunststoffabfälle ins Ausland wurde dabei diskutiert. Das Recycling-Gremium FSK setzt sich für die sinnvolle Verwertung der Abfälle ein, für die der Gesetzgeber allerdings nur den gesetzlichen Rahmen vorgeben könne. Letztendlich werde der Markt durch die Rohstoffpreissituation gesteuert. Dr. Jens Lühr vom Recycler FISCHER GmbH im FSK, auch gleichzeitig Vorstandsmitglied im Bereich Kunststoffverwertung des BVSE, stellte die Positionen der Abfallwirtschaft und der Kunststoffindustrie zum Kreislaufwirtschaftsgesetz hierzu vor. Die größte Schwierigkeit bei der Wiederverwendung und -verwertung stellen die verlässlichen Stoffströme dar, die durch die internationale Nachfrage und Preispolitik sowie den Verwertungskosten im Ausland maßgeblich mit beeinflusst werden. Aufgabe der Industrie und der Verwertungsunternehmen sei es, ein für beide Seiten verlässlichen und bezahlbaren Weg zu finden, um die Stoffströme verlässlich zu gestalten. Bild: v.l.n.r.: Wolfgang Bode (Fa. Kaspar), Udo Storck (Masterfoam GmbH), Paul Zbikowski (Hennicke GmbH), FSK-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Mack (Rühl Puromer GmbH), Michael Feist (Odenwald-Chemie GmbH), Bernhard Klodwig (Sekisui Alveo GmbH), Jürgen Düvel (Thimm Schertler Verpackungssysteme GmbH), Kurt Bedey (Kretschmar GmbH), Gerd Rust (Formpack GmbH), Vorsitzender der Fachgruppe Schaumstoffverarbeiter Gerhard Hinzsch (Hinzsch Schaumstofftechnik GmbH & Co. KG), Dipl.-Ing. Martin Dietrich (Getzner Werkstoffe GmbH), Walter Moedinger (Thimm Schertler Verpackungssysteme GmbH), Martin Eigenher (WETROPA Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG), Dr. Jens Lühr (FISCHER GmbH), Theresa Michel und Rolf Apfeld (PDR Recycling GmbH & Co. KG). Weitere Informationen: www.fsk-vsv.de |
Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane e.V., Frankfurt am Main
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