| 30.04.2010 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() Der auf Automobilanwendungen spezialisierte GFK- und CFK-Spezialist Fiberfab, Ilsfeld, hat den besonders leichten GFK-Skikasten für die Comfort Class 400 Reisebusse von EvoBus in enger Zusammenarbeit mit dem Bushersteller von der Idee bis zur Serienreife entwickelt, die Prototypen hergestellt und anschließend auch die Serienfertigung übernommen. Bild: Fiberfab GmbH, Ilsfeld-Auenstein Erfahrung ermöglicht hohe Gewichtseinsparung Dazu Fiberfab Geschäftsführer Christian Kuhnle: „Eine Herausforderung bei der Realisierung dieses großvolumigen Teiles war die Kombination aus geringem Gewicht und zugleich hoher Eigensteifigkeit, um Deformationen bei voller Beladung sowie das Aufschaukeln von Schwingungen der Struktur während der Fahrt weitestgehend zu vermeiden. Bei der Lösung dieser Aufgabe halfen uns unsere Erfahrungen aus der Konstruktion früherer Modelle sowie ähnlicher Bauteile wie Windabweiser oder Topsleeper für Sattelschlepper-Zugmaschinen und unser in über vierzig Jahren erworbenes Verarbeitungs-Know-how. Wir haben ein UP-Harz vom Typ 1140 gewählt, das sich durch eine hohe Zug-, Biege- und Wärmestandfestigkeit auszeichnet. Die verwendeten Glasfaser-Schnitzelmatten haben wir in den Bereichen der Krafteinleitung an den vier Aufhängungspunkten durch UD-Glasfaser-Gewebelagen ersetzt und diese optimiert angeordnet, und wir haben für die optimale Verbindung mit dem stützenden Stahlrohrgestell gesorgt. So konnten wir im Ergebnis die volumenbezogen geforderte Nutzlast von 300 kg um fast zehn Prozent übertreffen.“ Zunächst hatte das Unternehmen eine Auswahl an Designvarianten erstellt, von denen sich letztendlich eine gegen die der ebenfalls sehr kompetenten Mitbewerber durchsetzen konnte. Nachdem dann die Stabilität der neuen Konstruktion unter den Bedingungen des rauen Fahrbetriebs mit Hilfe begleitender Finite-Elemente-Berechnungen nachgewiesen war, übernahm Fiberfab die Detailkonstruktion, baute das Werkzeug und fertigte die ersten Prototypen. Praxisgerechte Funktionalität, im Dauertest bewährt Der neu entwickelte Skikasten passt sich optisch eng an das Design der EvoBus Trägerfahrzeugtypen CC400 GT und GT-HD an. Dabei erfüllt er eine Vielzahl von Vorgaben, wie die Verwendbarkeit von Original-Anbauteilen, beispielsweise der Heckleuchten und Schlösser, leichtes An- und Abmontieren, seitliche Ausschwenkbarkeit durch eine Person, um Zugang zum Motorraum zu schaffen, uneingeschränkte Nutzbarkeit des Notausstiegs durch das Heckfenster, flexible Unterteilbarkeit durch Einsätze oder Einlegeelemente und – nicht zuletzt – Integration des EvoBus Firmenlogos. Darüber hinaus ist er für ein variables Ablagesystem mit unterschiedlichen Einbausätzen konzipiert, so dass er sich an alle praxisrelevanten Beladungsanforderungen anpassen lässt. Dabei gelang den Konstrukteuren von Fiberfab der Spagat zwischen bestmöglicher Anpassung an die Karosserieform und zugleich ausreichendem Abstand zum Motorraum, um dessen Belüftung und die Abfuhr der bis zu 80 °C heißen Abluft sicherzustellen, ohne die Box zu überhitzen. Kuhnle weiter: „Letztendlich führten zwei Gründe zur Entscheidung für Fiberfab als Hersteller des Skikastens. Einerseits überzeugte der vorgelegte Entwurf, und zum anderen hatten wir uns bereits seit über zehn Jahren als verlässlichen Zulieferer des Busherstellers bewiesen.“ Dank seiner entsprechenden Entwicklungs- und Fertigungskompetenz konnte Fiberfab die Ideen seines Kunden sehr kurzfristig umsetzen. So vergingen von der ersten Abstimmung bis zur Bereitstellung der voll funktionsfähigen Prototypen wenig mehr als ein Vierteljahr. An diesen Vorserienmustern hat EvoBus auf seinem unternehmenseigenen Pulser inzwischen zeitgeraffte Dauerbelastungstests durchgeführt und dabei unter voller Beladung eine Fahrstrecke von rund 250.000 km auf unterschiedlichen Pisten simuliert. Trotz der extremen Leichtbauweise überstanden alle Muster diese harten Tests unbeschädigt, so dass jetzt der Serienanlauf bei Fiberfab beginnen kann. Weitere Informationen: www.fiberfab.de |
Fiberfab GmbH, Ilsfeld
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