| 16.09.2010 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Rund 2,56 Mio. Euro hat die PET to PET Recycling Österreich GmbH nach eigenen Angaben über den Sommer 2010 in den Ausbau des Unternehmens investiert. Durch die neuinstallierte Granulieranlage könne nun das gesamte PET-Material - jährlich 20.000 Tonnen PET-Flaschen - zur Herstellung von qualitativ hochwertigem Ausgangsmaterial für neue Getränkeflaschen in der österreichischen Getränkeindustrie verwendet werden. Bis zu 570 Mio. PET-Flaschen können zukünftig bei der PET to PET Recycling Österreich GmbH pro Jahr zu lebensmitteltauglichem PET-Recyclat verarbeitet werden. Bisher wurde durch die höhere Waschanlagenleistung ein kleinerer Teilstrom auf einem geringeren Qualitätsniveau erzeugt und für andere Recyclinganwendungen zur Verfügung gestellt. Mit der Erweiterung um eine Granulierungsanlage soll nunmehr die gesamte Inputmenge von 20.000 Tonnen der Aufbereitung auf das höchste Qualitätsniveau - nämlich der Lebensmittelverpackung - zugeführt werden können. Mit der Installation und Inbetriebnahme der neuen Anlage haben die Eigentümer der PET to PET Recycling– Coca-Cola Hellenic Österreich, Radlberger Getränke, Rauch Fruchtsäfte, Spitz und Vöslauer – die Firma Starlinger & Co GmbH aus Weissenbach in Niederösterreich beauftragt. Bereits 2006 wurden 16,2 Mio. Euro in die Errichtung des Standortes investiert; die aktuelle Erweiterung ist ein klares Bekenntnis zum PET-Recycling. Christian Strasser, Geschäftsführer PET to PET Recycling, erklärt: "Mit der neuen Granulierungsanlage kann nun ein Regranulat hergestellt werden, das annähernd an Neuwarenqualität herankommt. Dieses ‚Up-Cycling’ des alten PET-Materials ist ein weiterer Schritt zur Erhöhung des Recyclat-Anteils, der derzeit durchschnittlich 30 Prozent beträgt – unter Ausnützung der Vorteile beider Recyclat-Typen, also Flakes und Granulat." Durch den Ausbau der Produktionsanlage der PET to PET Recycling Österreich GmbH zur vollständigen Aufarbeitung der gebrauchten PET-Flaschen für die Wiederverwendung in Lebensmittelverpackungen ab September 2010 sollen weitere ca. 7.000 Tonnen zu lebensmitteltauglichem PET-Recyclat aufgearbeitet werden können, welches bisher nur im non-food Bereich verwendet werden konnte. Granulat oder Flakes, wo ist der Unterschied? Die neue Granulieranlage der Firma Starlinger sei, wie PET to PET mitteilt, eines der hochwertigsten und technologisch fortschrittlichsten Aufbereitungsverfahren. Einzigartig sei vor allem die Kombination der beiden Verfahren, wie sie nunmehr bei PET to PET Recycling in Müllendorf praktiziert werde: Die im URRC-Verfahren energie- und materialschonend gereinigten PET-Flakes seien durch ihre Farbeigenschaften und Reinheit bereits auf höchstem Qualitätsniveau. Allerdings werde der Einsatz in neuen Getränkeflaschen durch die unterschiedliche Form verarbeitungstechnisch auf dem derzeitigen Niveau begrenzt. Die Herstellung des Recyclates in der neuen Granulieranlage recoSTAR PET erfolgt in folgender Weise: Die gewaschenen Flakes werden zuerst getrocknet, dann aufgeschmolzen, über ein feines Sieb gefiltert, durch eine Düsenplatte gepresst und schließlich unter Wasser gekühlt und kugelig geschnitten. Anschließend wird das Granulat kristallisiert und in der SSP (Solid State Polykondensation) tiefengereinigt. Die mechanischen Eigenschaften würden so verbessert, das recyclierte PET-Granulat habe dann nahezu die Eigenschaften von Neumaterial. Die künftige, gemeinsame Verarbeitung dieser beiden Recyclat-Formen verbinde die Vorteile hoher Reinheit und Farbqualität mit optimalen Verarbeitungsbedingungen - im Sinn einer weiteren Steigerung des Recyclat-Einsatzes in der PET-Getränkeflasche. Weitere Informationen: www.pet2pet.at |
PET to PET Recycling Österreich GmbH, Müllendorf, Österreich
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