| 19.01.2011, 06:36 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Rohstoffwende in der Chemie- und Kunststoffindustrie nimmt Fahrt auf - Vierter Biowerkstoff-Kongress in Köln präsentiert führende Unternehmen aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Deutschland Am 15. und 16. März findet im Kölner Maternushaus (10 Min. Fußweg vom Hauptbahnhof) zum vierten Mal der etablierte Biowerkstoff-Kongress statt. Er fällt in eine Zeit der dynamischen Entwicklung der Branche: Das zweistellige Wachstum wird durch steigende Erdölpreise weiter angeheizt, weltweit finden aktuell erhebliche Investitionen in neue Produktionsanlagen statt und es gibt immer klarere politische Vorgaben in Richtung einer bio-basierten Ökonomie. Unter bio-basierter Ökonomie versteht man neben bio-basierten Kunststoffen und Verbundwerkstoffen auch bio-basierte Additive und die Grüne Chemie. In Brüssel diskutiert man aktuell über Zielvorgaben, nachdem Japan bereits verbindliche Quoten für bio-basierte Kunststoffe eingeführt hat und in den USA Biowerkstoffe im öffentlichen Beschaffungswesen Vorrang haben. Seit dem ersten Januar diesen Jahres sind in Italien - nachdem in Frankreich bereits letztes Jahr eine ähnliche Initiative zur Selbstverpflichtung mit Zielvorgaben von Industrie und Kommunen gestartet hat - herkömmliche Plastiktüten verboten. Der US-Biokunststoff-Produzent Cereplast hat aufgrund der steigenden Nachfrage jüngst seine europäische Hauptniederlassung in Deutschland eröffnet, die den gesamten EU-Markt beliefern soll, und der deutsche Maschinenbauer Uhde Inventa-Fischer startet im Januar 2011 die erste PLA-Produktion Deutschlands in Brandenburg. Um bei dieser dynamischen Entwicklung nicht den Überblick zu verlieren, möchte der vierte Biowerkstoff-Kongress mit über 20 Vorträgen, einer Fachausstellung sowie dem Innovationspreis "Biowerkstoff des Jahres 2011" die aktuellen Technologie-Entwicklungen und Marktplatzierungen präsentieren. Das Programm Schwerpunkte bilden dieses Jahr neben Deutschland die Länder Frankreich, Belgien und die Niederlande. In diesen vier Ländern finden aktuell die wichtigsten Investitionen in die bio-basierte Ökonomie statt. Führende Unternehmen aus diesen Ländern präsentieren ihre neuen Produkte und Entwicklungen. Im Programm finden sich u.a. aus Frankreich das Biotechnologie Netzwerk IAR sowie die Firma Arkema, aus Belgien die Firma Galactic, aus den Niederlanden DSM, Purac und Avantium sowie aus Deutschland BASF, Evonik und Bayer Material Science. Hinzu kommen Vorträge aus USA/Finnland (Ashland) und Asien (National Innovation Agency, Thailand). Der Innovationspreis Zum vierten Mal wird für innovative Biowerkstoffe - bio-basierte Kunststoffe und Verbundwerkstoffe - ein Innovationspreis ausgeschrieben. Ziel ist es, derartige Werkstoffe noch fester im Bewusstsein der Ingenieure und Entscheider zu verankern. Der Wettbewerb soll zur Entwicklung neuer, materialgerechter Anwendungen und Märkte für die verschiedenen Biowerkstoffe anregen. Speziell gefragt sind neue Werkstoffe in einer konkreten Produktanwendung, welche im Jahr 2010/2011 am Markt eingeführt wurden. Mit dem Innovationspreis möchte das nova-Institut die Biowerkstoffbranche - aber auch branchenfremde, interessierte Unternehmen - für innovative Anwendungs-Ideen gewinnen. In den Vorjahren haben renommierte Unternehmen wie Henkel, Staedtler, Proganic, Alesco und FKuR jeweils Innovationspreise gewonnen. Der Preis wird von der Firma Coperion, einem führenden Hersteller von Doppelschnecken-Extrudern, gesponsert. Unternehmen können noch bis Ende Januar ihre neuen Biowerkstoffe und Anwendungen beim nova-Institut anmelden. Ausstellung Biowerkstoffe Zudem besteht die Möglichkeit, einen Stand auf der Fachausstellung zu buchen. Die Ausstellung befindet sich im Foyer vor dem Kongresssaal, wo auch die Pausentreffen stattfinden. Weitere Informationen: www.biowerkstoff-kongress.de 4. Biowerkstoff-Kongress 2011, 15.-16. März 2011, Köln |
nova-Institut für politische und ökologische Innovation GmbH, Hürth
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