| 26.01.2011, 07:03 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Forschungsschwerpunkt „Kunststoffe für Solarenergieanwendungen“ der Kunststofftechnik Leoben wird mit innovativen Photovoltaik-Projekten um mehr als € 1 Mio. ausgebaut. Erst kürzlich hat die Polymer Competence Center Leoben GmbH (PCCL) ein mit mehr als 250.000 Euro dotiertes Projekt im Bereich der Photovoltaik an Land gezogen und schon kommt die nächste Erfolgsmeldung der Leobener Kunststofftechniker: Im Rahmen eines dreijährigen, mit mehr als 1 Mio. Euro dotierten Projektes, wird das PCCL zusammen mit dem Österreichischen Forschungsinstitut für Chemie und Technik (OFI) und dem Austrian Institute of Technology, Energy Department (AIT), die Langzeitperformance von Photovoltaik-Modulen untersuchen. Mittels innovativer Analyse- und Alterungsverfahren soll hierbei der Einsatz von Kunststoffen in Photovoltaik-Modulen optimiert werden und damit eine Steigerung der Lebensdauer und der Effizienz, aber auch der Wirtschaftlichkeit erreicht werden. Der Einsatz innovativer Kunststoffe in derartigen Modulen, so der PCCL-Projektleiter Gernot Oreski, wird neben der Forschung an der Solarzelle selbst schon seit längerem als einer der Schlüsselfaktoren für die weitere Verbreitung von Photovoltaikanwendungen gesehen. Mit dem genehmigten Projekt werden die bestehenden Kompetenzen des PCCL in diesem Bereich durch die grundlagennahe Ausrichtung sowie die Kooperation mit renommierten Partnern langfristig gestärkt. Für den PCCL-Geschäftsführer Martin Payer bestätigen die zahlreichen Kooperationen mit renommierten Unternehmen der Kunststoff- und Photovoltaikindustrie bereits jetzt die Praxisrelevanz und die hohen Zukunftsaussichten dieser Forschungsaktivitäten. „Damit verfügt das PCCL neben den umfangreichen Aktivitäten im K1-Zentrum über ein weiteres starkes Standbein für die laufende Expansion des Unternehmens“, so Martin Payer. Über das Projekt Im Rahmen des Projektes wird das Alterungsverhalten von im PV-Modulbau eingesetzter polymerer Materialien, wie diversen Einkapslungsmaterialien, Backsheets, Dichtmassen und Klebstoffen, mit innovativen Analysenmethoden untersucht werden. Der direkte Vergleich von Materialalterung mit unter gleichen Bedingungen durchgeführter Modulalterung soll Rückschlüsse auf Materialinkompatibilitäten möglich machen. Die Korrelation des Auftretens von chemischen und physikalischen Alterungsvorgängen mit dem Leistungsverhalten der Module wird dabei als Schlüsselpunkt angesehen. Ein weiterer Schwerpunkt bildet die (beschleunigte) Alterung unter Schadgasatmosphären wie sie in ländlichen (z.B. Ammoniak) und industriellen Ballungsräumen auftreten, darstellen. Der Einfluss dieser Gase auf die Materialien und die Modulperformance soll hierbei evaluiert und Empfehlungen für die Materialentwicklung abgeleitet werden. Gefördert wird dieses Vorhaben durch den Österreichischen Klima- und Energiefonds im Rahmen der 4. Ausschreibung „Neue Energien 2020“. Weitere Informationen hierzu unter: www.klimafonds.gv.at. |
Polymer Competence Center Leoben GmbH, Leoben, Österreich
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