| 15.02.2011, 06:15 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Die neue, automatische Recyclinganlage für Elektronik- und Elektro-Altgeräte der Adamec Recycling GmbH nimmt in diesen Tagen am Standort in Nürnberg den Testbetrieb auf. Mit der selbstentwickelten Anlage können nach Angaben des Unternehmens deutlich mehr Metalle und Kunststoffe als bisher üblich zurück gewonnen werden. Das Investitionsvolumen des mittelständischen Recyclingbetriebs aus Fürth beträgt rund 10 Millionen Euro. Davon wurden durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) nach Prüfung durch das Bundesumweltministerium rund 1,5 Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm zur Verfügung gestellt (Siehe auch plasticker-News vom 31.3.2008). Nach dem Testbetrieb, der hauptsächlich der Feinjustierung aller Abläufe dient, soll Mitte 2011 die vollständige Inbetriebnahme der Recyclinganlage erfolgen. Mit der Investition werden auch 15 neue Arbeitsplätze geschaffen. Thomas Adamec, Geschäftsführer der Adamec Recycling GmbH: "Mit unserer Investition in die neue Recyclinganlage für Elektronik- und Elektroaltgeräte leisten wir einen aktiven und richtungsweisenden Beitrag zum Umweltschutz. Selbstverständlich sind bei der Anlage alle Kriterien der fachlich einwandfreien und umweltgerechten Verwertung eingehalten." Recyclingquote über 95 % Die mit eigener jahrelanger Erfahrung entwickelte und in Eigenregie geplante und aufgebaute Anlage soll im ersten Schritt eine rohstoffliche Recyclingquote von mehr als 95 Prozent aufweisen. Die Planung sieht eine jährliche Verarbeitungskapazität von mehr als 35.000 Tonnen Elektroaltgeräte vor, heißt es weiter. In mehreren Schritten erfolgt dabei die Zerkleinerung der Altgeräte bis auf Größen von weniger als einem Millimeter. Jedem Zerkleinerungsprozess schließt sich unmittelbar ein Trennvorgang an, der die unterschiedlichen Materialien sortenrein abliefert. Am Ende der Verarbeitung fällt demnach nur noch ein Staubgemisch an, das aktuell noch der thermischen Verwertung zugeführt wird. Dieses Staubgemisch hat ein Volumen von ca. fünf Prozent des ursprünglichen Materialvolumens der recycelten Elektroaltgeräte. Sortenrein und unbelastet Mit dem von Firmeninhaber Thomas Adamec maßgeblich entwickelten Recycling-Verfahren sollen zudem mit halogenhaltigen Flammschutzmitteln belastete Kunststoffe erstmals identifiziert und ausgeschleust werden können, erläutert Adamec Recycling den weiteren Hintergrund. Das Ergebnis seien unbelastete Kunststoffe, die wieder problemlos stofflich verwertet werden könnten. Auf diese Weise könne bei der Neuproduktion der Einsatz von neuen Kunststoffen reduziert werden. Bisher hätte hier die Gefahr bestanden, dass beim Recycling Kunststoffe mit hochtoxischen Dioxin- und Furanverbindungen entstehen könnten. Ergebnis bislang einmalig Nach heutigem Stand soll die Recyclinganlage den weiteren Angaben zufolge mit ihrer Verarbeitungstiefe und der rohstofflichen Recyclingquote weltweit einmalig sein. Zur weiteren Optimierung der Prozesse arbeitet Adamec Recycling in Kooperation mit der Fraunhofer Gesellschaft bereits an einer Verwertungsmöglichkeit der nach dem letzten Arbeitsschritt anfallenden Stäube. Sobald diese Stäube auch der Wiederverwertung zugeführt werden können, soll die Recyclingquote der innovativen Anlage auf annähernd 100 Prozent steigen. Über Adamec Recycling Die Adamec Recycling GmbH mit Sitz in Fürth ist seit mehr als 50 Jahren auf dem Gebiet der Wiederverwertung unterschiedlicher Materialien tätig. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben seit 1996 ein zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb (Efb) und nach ElektroG als Erstbehandlungsanlage ebenfalls zertifiziert. Zudem setzt das Unternehmen ein Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001:2005 ein. Die Adamec Recycling GmbH beschäftigt aktuell 35 Mitarbeiter und verwertet jährlich ca. 20.000 Tonnen Materialien. Weitere Informationen: www.adamec.de |
Adamec Recycling GmbH, Fürth
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