| 18.03.2011, 06:02 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Evonik setzt bei der Entwicklung neuer Materialen auf ökologisch nachhaltige Lösungen. Das seien einerseits Kunststoffe für den Leichtbau wie Hybridbauteile aus Kunststoff und Metall oder Kunststoff-Verscheibungen, andererseits Werkstoffe, die durch Herstellung oder Funktion im Bauteil Emissionen reduzieren.Eine Komponente in diesen Überlegungen ist ein Haftvermittlersystem, das die Leistung hybrider Bauteile verbessern und den Materialeinsatz um bis zu 25 % verringern soll. Dies führe einerseits zu deutlichen Kostenvorteilen und andererseits zu reduzierten CO2-Emissionen. Der auf Copolyamiden basierende Haftvermittler Vestamelt haftet auf metallischen und polymeren Oberflächen. Bekannte Nachteile bestehender Hybridbauteile wie Bauteilverzug, verschiedene Schwindung und fehlende Haftung von Metall und Kunststoff werden demnach vermieden. Mit Vestamid Terra wird ein laut Hersteller vollständig biobasierter Hochleistungskunststoff für den Automobilbau angeboten. Wie rein erdölbasierte Polyamide bieten sie gute mechanische und physikalische Eigenschaften. Durch ihre günstigere CO2-Bilanz leisten sie zusätzlich einen Beitrag zur Schonung fossiler Rohstoffe und zur Verringerung des Treibhauseffekts. In Systemen zur katalytischen Reduktion von Stickoxiden mit verschiedenen Polyamid 12-Formmassen eine Rolle: Diese zeigen gute Hydrolysebeständigkeit und Berstdruckfestigkeit in der Wärme als auch hohe Schlagzähigkeit und Elastizität in der Kälte. Verscheibungen bleiben interessant Vor allem wegen des deutlich geringeren Gewichts und der damit verbundenen möglichen Treibstoffeinsparung wird seit Jahren an Verscheibungen aus Kunststoff gearbeitet. Um das komplette Spektrum an Verscheibungen für den Automobilbau abdecken zu können, verfolgt Evonik zwei Entwicklungslinien: Monolithische und Multilayer-Systeme auf Basis von Plexiglas. Eine fünf Millimeter dicke beschichtete Platte habe bereits die ECE R 43-Zertifizierung für Seiten-, Heck- und Dachverscheibungen erhalten. Sie werden beispielsweise in einem Lotus auf der Rennstrecke getestet. Dieser ist seit kurzem auch mit einer Frontscheibe aus dem hochtransparenten, witterungsbeständigen und leichten Material ausgestattet. Ein Dach, das statt aus Stahl mit Plexiglas Heatstop hergestellt ist, sei 17 % leichter. Zudem reflektiere das Material einen Teil der Infrarotstrahlung der Sonne. In der Folge heizen sich dunkle Bauteile um bis zu 22 % weniger auf. Eine Dachkonstruktion, die in Spanien in einen Opel Corsa aus der laufenden Produktion eingebaut wurde, habe das im Praxistest der unabhängigen Staatlichen Materialprüfungsanstalt bestätigt. Die Innentemperatur kann um bis zu 5 °C gesenkt werden, die Wohlfühltemperatur im Auto von 22 °C kann die Klimaanlage bis zu 25 % schneller erreichen – was deren Energiebedarf entsprechend senkt. Direkte Gewichtseinsparung und indirekte Effekte lassen sich gleichermaßen zur Senkung des Treibstoffverbrauchs und/oder Schonung der Ressourcen einsetzen. Wenn man das gesamte Spektrum der Möglichkeiten kennt. Weitere Informationen: www.evonik.com VDI-Kongress "Kunststoffe im Automobilbau", Mannheim, 6.-7.4.2011, Stand 55-57 |
Evonik Industries AG, Essen
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