| 22.09.2011, 06:05 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Unternehmen der Kunststoffverpackungsindustrie bewerten den Konjunkturverlauf bis zum Jahresende wesentlich verhaltener als noch zur Jahresmitte. Das zeigt der IK-Konjunkturtrend für das 4. Quartal 2011. Allerdings bezeichnen fast 50 Prozent der befragten IK-Mitglieder die aktuelle Wirtschaftslage weiterhin mit gut. Auch beim Umsatz und Export rechnen über 50 Prozent der Unternehmen mit einer gleichbleibenden Entwicklung im letzten Quartal. Nach Einschätzung der IK bestehen damit gute Chancen, dass die Kunststoffverpackungsbranche am Ende des Jahres in den meisten Produktsegmenten wieder das Vorkrisenniveau erreichen wird. Wie schon in 2010 sind von dieser positiven Entwicklung allerdings die Erträge der Unternehmen abgekoppelt. Ein wesentlicher Grund hierfür ist die Situation bei den Rohstoffpreisen. Nach einem Rekordanstieg in 2010 von bis zu 36 Prozent stiegen die Preise für Massenkunststoffe in den ersten 9 Monaten dieses Jahres im Durchschnitt nochmals um 17 Prozent. Seit einigen Wochen ist eine Beruhigung bei der Preisentwicklung der Rohstoffe zu verzeichnen. Diese ist aus Sicht der Branche dringend erforderlich gewesen, um ein weiteres Abrutschen der Margen zu verhindern. „Aufgrund der rasanten Preisanstiege bei den Rohstoffen in den letzten 18 Monaten waren die mittelständischen Kunststoffverpackungsunternehmen nicht in der Lage, diese kurzfristig und in voller Höhe in den Markt weiterzugeben“, stellt hierzu IK-Hauptgeschäftsführer Ulf Kelterborn fest. Deshalb besteht bei den meisten Unternehmen trotz des momentanen Stillstands bei den Rohstoffpreisen ein Nachholbedarf bei der Weitergabe der Rohstoffkosten an den Markt. Aus Sicht des Verbandes ist eine ausschließliche Fokussierung auf die Rohstoffpreisentwicklung allerdings nicht ausreichend. Allein durch die Erhöhung der EEG-Umlage und der Stromsteuer sind die gesamten Energiekosten bei den Unternehmen über 20 Prozent gestiegen. Der Anstieg bei den Personalkosten liegt im Durchschnitt bei 3,5 Prozent. Auch Paletten und Kartonagen haben sich zwischen 10 und 14 Prozent verteuert. Die IK hält es deshalb für notwendig, den Markt für die angespannte Kostensituation weiterhin zu sensibilisieren. Weitere Informationen: kunststoffverpackungen.de |
IK - Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V., Bad Homburg
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