| 26.09.2011, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Zusätzlich eine Bohrung in einen hochbelasteten Kettenspanner einzubringen, verlangte von den Werkzeugbauern einige neue Ideen. Es wurden ein gekrümmter Schieber, eine konturnahe Kühlung und eine Überwachungssensorik in das 2,5-t-Werkzeug integriert.Im Zuge der Bauteilintegration sollte die Durchführung für den Ölmessstab durch den schon seit längerer Zeit produzierten Spanner eingebracht werden. Das setzte voraus, eine gekrümmte Bohrung durch das Werkzeug zu führen. Auch die Temperaturführung erwies sich als kritisch, denn Im Bereich der Durchführung des Ölmessstabs musste die Dicke des Werkstücks aus Festigkeitsgründen aufgedoppelt werden. Das verlangte in diesem Bereich eine exakte, konturnahe Kühlung während des Spritzgießens, um Verzug zu vermeiden. Das Problem der gekrümmten Bohrung lösten Werkzeugbauer bei Weiss mit der Fertigung des Werkzeugs in zwei Hälften, die anschließend durch Verstiften und Hartlöten verbunden wurden. In der Bohrung läuft ein gekrümmter Schieber. Mit Hilfe von Simulationswerkzeugen wurden die Kühlkanäle so platziert, dass trotz der Wanddickensprünge eine gleichmäßige Prozesstemperatur gewährleistet ist. Da die Temperaturführung in diesem komplexen Werkzeug ein wichtiger Prozessparameter ist, wurden in der Formoberfläche Druck- und Temperatursensoren integriert. Die Sensorik ist mit der Prozesssteuerung verbunden, so dass Artikel bei Über- oder Unterschreiten von Grenzwerten bei der Entnahme aus dem Werkzeug ausgeschleust werden. Erst dieses Zusammenspiel von robuster „Hardware“ – das Werkzeug wiegt rund 2,5 t – und Sensorik schafft die Voraussetzung dafür, anspruchsvolle Bauteile in hoher Qualität prozesssicher zu produzieren. Weitere Informationen: www.weiss-kunststoff.de Fakuma 2011, Friedrichshafen, 18.-22.10.2011, Halle A5, St. 5212 |
Weiss Kunststoffverarbeitung GmbH & Co, Illertissen
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