| 07.10.2011, 06:01 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
|
|
Viele Kunststoffverarbeitungsprozesse werden heute noch häufig durch Erfahrungswerte oder „trial and error“ eingestellt und optimiert. Dabei hängt die Qualität des Ergebnisses vielfach vom subjektiven Empfinden des Bedieners bei gleichzeitig engen Zeitvorgaben ab. Dies liegt unter anderem daran, dass sich die komplexen Verfahren der Kunststoffindustrie selbst analytisch kaum erfassen lassen. Um dennoch konkrete Zusammenhänge von Prozessgrößen zur Produktqualität oder den -eigenschaften herstellen zu können, existieren verschiedene Möglichkeiten. Gerade bei typischen – häufig auch nicht-linearen – Kunststoffverarbeitungsprozessen bilden u.a. softwaregestützte Auswerteverfahren einen vielversprechenden Ansatz. Diese Systeme sind in großindustriellen Anlagen der Chemieindustrie und Energieerzeugung bereits im Einsatz und liefern exzellente Ergebnisse. Sie sind jedoch auch in der Kunststoffverarbeitung und bei KMU anwendbar. Das Projekt richtet sich deshalb verfahrensübergreifend an alle Kunststoffverarbeiter, da die hier angewendeten Verfahren für die meisten Kunststoffverarbeitungsprozesse anwendbar sind. Zusätzlich soll es für die Teilnehmer eine speziell konzipierte Schulung zum Thema Prozessanalyse und Softsensorik geben. Anhand der Daten der Projektteilnehmer werden die Prozesse modelliert und die Abhängigkeiten der Produktionsparameter von den Qualitätskenngrößen dargestellt. Durch diese tiefgehende Einsicht in die Prozesse lassen sich Optimierungspotentiale erkennen und umsetzen. So können an Hand der Modellierung beispielsweise Prozesse sowohl auf Energieeffizienz als auch gleichzeitig auf Qualität optimiert werden. Vorrangiges Ziel des Kooperationsprojektes ist es, die Produktionsdaten aus Industrieanlagen von erfahrenem Personal analysieren zu lassen und durch die Ergebnisse Prozessoptimierungen anhand spezifischer Qualitätskennwerte zu ermöglichen. Durch neuartige Analyseverfahren soll ein vertiefter Einblick in die Prozesse ermöglicht werden und es sollen darüber hinaus die qualitätsbestimmenden Produktionsparameter identifiziert und optimiert werden. Neben der Qualität soll dies auch zur Kostenoptimierung genutzt werden. Durch Kooperationspartner können im Anschluss an das Projekt die entwickelten Softsensormodelle in die Produktionsanlagen, zur Inline-Analyse des Prozesses und der Produktqualität, implementiert werden. Das Kooperationsprojekt richtet sich an interessierte Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen mit einem gemeinsamen Forschungs- oder Entwicklungsziel. Die Kosten für den erforderlichen Aufwand sollen auf mehrere Teilnehmer verteilt und somit für den Einzelnen erheblich reduziert werden. Alle beteiligten Unternehmen sollen gleichermaßen von den erzielten Resultaten profitieren. Die Koordination und Projektleitung übernimmt hierbei das SKZ. Die Unternehmen können jedoch durch den direkten Kontakt betriebsspezifische Inhalte oder Fragestellungen in die Projektausrichtung einbringen und schnell erste Resultate sehen. Interessierte Industrieunternehmen können sich am SKZ bei Christoph Kugler, Tel. (0931) 4104-457, C.Kugler@skz.de, über weitere Details informieren und den Projektflyer anfordern. Als Termin für ein informatives Treffen ist der 17. November 2011 genannt. Das Treffen findet in Würzburg statt, eine Anmeldung ist bis eine Woche vorher möglich. Weitere Informationen: www.skz.de |
SKZ - Das Kunststoff-Zentrum, Würzburg
» insgesamt 544 News über "SKZ" im News-Archiv gefunden
Ihre News im plasticker? Bitte senden Sie Ihre Pressemitteilungen an redaktion@plasticker.de!
| » zurück zum Seitenanfang |
Top-Meldungen der letzten Tage
Toyota: Neues Werk für Kreislaufwirtschaft in Polen - Kapazität für 20.000 Altfahrzeuge pro Jahr
Sattler KunststoffWerk: CO₂-Bilanzierung eines Compound-Portfolios
Maincor Rohrsysteme: Neuordnung der Geschäftsführung
Gerresheimer: Verpackungsspezialist verschiebt Jahresabschluss 2025 und prüft Verkauf von Centor
Meist gelesen, 10 Tage
Gerresheimer: Verpackungsspezialist verschiebt Jahresabschluss 2025 und prüft Verkauf von Centor
Barlog Plastics: Metallersatz, nachhaltige Entwicklung und funktionalisierte Compounds im Fokus
BASF: Erhöhung der BDO-Produktion in Ludwigshafen zur Stabilisierung der europäischen Versorgung
Kiefel: Neuer Engineering-Standort in Heilbronn - Stärkung von Verfahrenstechnik und Entwicklung
Meist gelesen, 30 Tage
Terbrack Kunststoff: Insolvenzverfahren eröffnet
Fischer Werkzeugbau: Einstellung des Geschäftsbetriebs – Produktionsstätte wird versteigert
Playmobil: Produktion in Dietenhofen wird verlagert
HydroDyn Recycling: Sanierungsverfahren eingeleitet
Tupperware: Verkauf der Produktionsstandorte in Lateinamerika
Meist gelesen, 90 Tage
Aequita: Übernahme des europäischen Olefin- und Polyolefingeschäfts von Sabic
Vynova Wilhelmshaven: Geschäftsbetrieb stabilisiert – Investorenprozess gestartet
Kuteno 2026 + KPA Bad Salzuflen 2026: Hoher Buchungsstand und wachsendes Ausstellerfeld
Domo Chemicals Deutschland: Anlagen gehen in den Notbetrieb
Aequita: Acquisition of Sabic’s European Olefins and Polyolefins Business
Neue und gebrauchte Maschinen & Anlagen finden Sie in der großen Maschinenbörse.
Kostenfreie Nutzung aller Börsen! Registrieren Sie sich jetzt!
| Simulationsgestützte Bestimmung und Optimierung der Mischgüte in der Einschneckenextrusion
|