| 19.03.2012, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Fünf Nationen, 50 Jugendliche, ein Thema: Wie lässt sich die Erde für zukünftige Generationen erhalten? Zu dieser Frage diskutierten Schülerinnen und Schüler beim Finale des europäischen Debattierwettbewerbs „Jugendparlament“ in Rom. Alle Teilnehmer hatten sich aus nationalen Vorentscheidungen in Bulgarien, Deutschland, Italien, Kroatien und der Türkei unter mehr als fünfhundert Jugendlichen qualifiziert. Bereits zum dritten Mal lud der europäische Verband der Kunststofferzeuger PlasticsEurope die jeweils Besten zum Finale, diesmal war die italienische Hauptstadt Austragungsort. Verbaler Schlagabtausch zur Energie- und Klimaschutzdebatte Angesteckt von der imposanten Atmosphäre im „Parlamentino“ der Villa Borghese entspann sich eine hitzige Debatte um Fragen der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. In seiner Eingangsrede beleuchtete Francesco Ferrante, Mitglied des Umweltausschusses des italienischen Senats, die wichtige Funktion, die Kunststoffe für eine nachhaltige Entwicklung spielen. In seiner Contra-Rede verwies Onno Gross, Präsident der Nichtregierungsorganisation Deepwave e.V., aber auch auf die große Verantwortung, die Kunststofferzeuger bei Klima- und Umweltschutz haben. Kunststoff als Teil der Lösung Die Jugendlichen griffen die Positionen in ihrer fast zweistündigen Debatte auf und würzten sie mit eigenen, fundiert vorgetragenen Argumenten. Dabei zeigte sich, dass Kunststoff viel Potenzial für Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung bieten kann. Gerade Kunststoffverpackungen, häufig und auch in der Contra-Position als Ressourcenvergeuder dargestellt, könnten nicht zuletzt durch ihr geringes Gewicht zur Einsparung von CO2 beitragen - und zwar in höherem Maße, als Energie für die Kunststofferzeugung aufgewendet werde. Heiß diskutiertes Thema war das Recycling von Kunststoff, gibt es doch in Europa ein großes Gefälle bei der Verwertungsquote. Bei Differenzen von 98 Prozent (Deutschland) bis zum Teil nur 16 Prozent (Bulgarien) verwertetem Kunststoffabfall forderten die Schüler hier stärkere Anstrengungen. Sieger wurde der 16-jährige Svetoslav Kostov aus Bulgarien, der von einer international besetzten Jury ausgezeichnet wurde. Ein Sonderlob der Jury ging an den Deutschen Bernd Hartig-Thiemann aus Rosengarten. Dr. Wilfried Haensel, Executive Director von PlasticsEurope, zeigte sich vom außergewöhnlichen Engagement der Teilnehmer des Jugendparlamentes und ihrer herausragenden Beiträge zu der kontroversen Debatte begeistert: „Das Wissen um energie- und klimaschutzpolitische Ziele und das Verständnis für naturwissenschaftliche Zusammenhänge wird in der modernen Gesellschaft immer wichtiger, spielt aber leider in den Schulen noch immer nicht die dafür notwendige Rolle.“ Dies zu ändern, habe sich der paneuropäische Verband der Kunststofferzeuger mit seiner Initiative auf die Fahnen geschrieben. Weitere Informationen: www.plasticseurope.org |
PlasticsEurope Deutschland e. V., Frankfurt am Main
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