| 06.07.2012, 06:03 Uhr | Lesedauer: ca. 1 Minute |
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Erstmals zeigte Engel Austria im Juni 2012 ein neues Verfahren zur Vulkanisation von Silikonen bei niedrigen Temperaturen. Das soll der Mehrkomponenten-Technik zusätzliche Möglichkeiten eröffnen. Während Silikonkautschuke für die Vernetzung bisher vergleichsweise hohe Temperaturen benötigen, vulkanisieren die neuen Typen durch Bestrahlung mit Licht im ultravioletten Wellenlängenbereich bei Raumtemperatur. Dies ermöglicht die Kombination von Silikonen im Zwei- und Mehrkomponentenspritzguss mit einer breiten Palette an Thermoplasten. Auch temperaturempfindliche Materialien wie Polypropylen sollen sich jetzt in einem Arbeitsschritt gemeinsam mit Silikon verarbeiten lassen. Voraussetzung für die UV-Vulkanisation sind lichtdurchlässige Kavitäteneinsätze im Spritzgießwerkzeug. Engel-Partner Elmet setzt für diese Anwendung für UV-Licht durchlässige Einsätze aus Kunststoff ein und integriert für die Bestrahlung UV-Lampen in das Werkzeug. Gezeigt wurde auf einer Spritzgießmaschine Typ Victory 200/80 LIM mit einem Elmet-Werkzeug die Fertigung von Weinflaschen-Verschlüssen im UV-Vulkanisationsverfahren. Dabei wird Polypropylen mit einem Flüssigsilikon von Momentive Performance Materials umspritzt. Die Bestrahlungszeit für die Vulkanisation der Silikonkomponente liegt bei 20 Sekunden. Im herkömmlichem Hochtemperaturverfahren benötigen Silikonteile mit vergleichbarer Wanddicke für die Vernetzung mehr als eine Minute, erklärte das Unternehmen. Somit ermögliche die UV-Vulkanisation nicht nur neue Anwendungen, sondern reduziere gleichzeitig die Zykluszeit sowie den Energieverbrauch in der Silikonverarbeitung. Weitere Informationen: www.engelglobal.com, www.elmet.com |
Engel Austria GmbH, Schwertberg, Österreich
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