| 14.08.2012, 06:05 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Im brasilianischen Bundesstaat São Paulo dürfen Supermärkte ihren Kunden nur noch bis zum 15. September kostenlos Plastiktüten zur Verfügung stellen. Das entschied die Umweltkammer des Gerichtshofs von São Paulo. Dem Urteil zufolge können die Verkaufsstellen ab diesem Datum Tüten aus recycelbarem Material oder gleichwertige Verpackungen für den Transport der Einkäufe anbieten. Der Stückpreis hierfür wurde bis zum 15. April 2013 mit 0,59 BRL (0,24 EUR) festgelegt, außerdem wurde bestimmt, dass diese Tüten und Verpackungen weder mit Logos und noch mit Werbung bedruckt werden dürfen. Wie das Gericht weiter bekannt gab, haben die Verbraucher das Recht auf Information, wie lange die Verpackungen zu welchem Preis ausgehändigt werden, und sie sind darüber hinaus berechtigt, eigene Verpackungen zu verwenden. Im Mai 2011 hatte Gilberto Kassab, der Bürgermeister von São Paulo, eine kommunale Bestimmung erlassen, durch die mit Wirkung ab dem 1. Januar 2012 die Ausgabe von Plastiktüten in Supermärkten verboten werden sollte. Begründet wurde die Maßnahme mit dem Umweltschutz. Dagegen reichte der Verband der Kunststoffindustrie eine Klage ein, die jedoch vor Gericht scheiterte. Am 4. April dieses Jahres wurde auf bundesstaatlicher Ebene das Ende der kostenlosen Plastiktüten in Supermärkten beschlossen, was allerdings auf heftige Proteste unter den Verbrauchern stieß. Eine Umfrage im Auftrag des Instituts „Plastivida“ ergab, das 69% der Kunden auch künftig Gratistüten wünschten, und auch unter Umweltschützern ist die Wirksamkeit der Maßnahme umstritten. São Paulo ist der bevölkerungsreichste und wirtschaftlich bedeutendste brasilianische Bundesstaat. |
Chemie- und Kunststoffbranche, Brasilien
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