| 26.02.2013, 06:11 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Borealis, ein führender Anbieter innovativer Lösungen in den Bereichen Polyolefine, Basischemikalien und Pflanzennährstoffe, gibt einen Nettogewinn von EUR 100 Millionen im vierten Quartal 2012 bekannt, im Vergleich zu EUR 58 Millionen im gleichen Quartal 2011. Das Unternehmen verzeichnete demzufolge im Jahr 2012 einen Nettogewinn von EUR 480 Millionen, während im Jahr 2011 EUR 507 Millionen erwirtschaftet wurden. Als Grund für den Rückgang im Jahr 2012 werden hauptsächlich die schwächeren Margen im europäischen Polyolefingeschäft angegeben. Die Nettoverschuldung stieg demnach 2012 um EUR 403 Millionen, was zum Teil auf die Übernahme des französischen Düngemittelherstellers PEC-Rhin sowie auf weitere Investitionen zurückgeführt wird. Trotz des Anstiegs der Schulden sieht sich Borealis mit einer Verschuldungsquote von 43 Prozent nach wie vor in einer soliden finanziellen Position. 2012: Ein von hoher Volatilität geprägtes Jahr Das Basischemikaliengeschäft, insbesondere das Düngemittelgeschäft, und das Joint Venture Borouge trugen den Angaben nach maßgeblich zu den positiven Ergebnissen im Jahr 2012 bei. Der europäische Polyolefinmarkt sei nach wie vor schwierig gewesen, wobei sich das niedrigere Nachfrageniveau vor allem in der zweiten Jahreshälfte negativ auf die Margen ausgewirkt habe. Wachstum und Innovation Zur Stärkung des Basischemikaliengeschäfts schloss Borealis die Akquisition des französischen Düngemittelherstellers PEC-Rhin, nunmehr Borealis Ottmarsheim, zu Jahresbeginn ab. Der Düngemittelvertrieb von Borealis Ottmarsheim wurde seitdem erfolgreich in das Linzer Agro Trade Vertriebsnetz von Borealis integriert. Zu Jahresende 2012 feierte der Standort nach 16 Jahren einen neuen Rekord in der Düngemittelproduktion. Borealis unterbreitete am 6. Februar 2013 Total ein verbindliches Angebot zur Übernahme aller ausstehenden Aktien von GPN SA sowie über den Erwerb eines Aktienpakets von 56,86 Prozent der Anteile an Rosier SA (notiert an der NYSE Euronext in Brüssel), beides Anbieter von Düngemitteln in Frankreich und der Benelux-Region. Die geplanten Akquisitionen unterliegen der Genehmigung der zuständigen Behörden, insbesondere der zuständigen Wettbewerbsbehörden. Die geplante Übernahme von Rosier werde nur dann abgeschlossen, wenn Borealis gleichzeitig alle ausstehenden Aktien von GPN erwerben würde. Der Bau der semikommerziellen Polyolefinkatalysatoranlage in Linz, Österreich, wurde im August 2012 abgeschlossen. Nach einer intensiven Kommissionierungsphase wurde die Anlage erfolgreich in Betrieb genommen. Im Dezember wurde eine erste Charge von Borealis’ Ziegler Natta Polypropylenkatalysator, auf Basis der unternehmenseigenen Sirius Emulsionstechnologie, produziert. Die Fähigkeit, unternehmenseigene Katalysatoren für die Produktion seiner Polyolefine zu entwickeln und herzustellen, bildet nach Angaben des Unternehmens den Kern der Polyolefinwachstums- und -innovationsstrategie von Borealis. Übernahme von DEXPlastomers Im November traf Borealis eine Vereinbarung über den Erwerb von DEXPlastomers, einem 50/50-Joint Venture im Eigentum von Royal DSM und der ExxonMobil Chemical Company (siehe auch plasticker-News vom 12.11.2012). Die Produkte von DEXPlastomers sind Spezialprodukte, die das aktuelle Polyolefingeschäft von Borealis optimal ergänzen würden. Diese Vereinbarung unterstreiche Borealis’ „Value Creation through Innovation“-Strategie. Die Transaktion unterliegt noch den üblichen Genehmigungen und Meldungspflichten. Das Borouge 3 Expansionsprojekt in Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, verlaufe planmäßig, wobei die jährliche Produktionskapazität der integrierten Olefin/Polyolefin-Anlage von aktuell 2 Millionen Tonnen bis Mitte 2014 auf 4,5 Millionen Tonnen ansteigen soll. Weitere Informationen: www.borealisgroup.com, www.borouge.com, www.dexplastomers.com, www.waterfortheworld.net |
Borealis AG, Wien, Österreich
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