| 14.10.2013, 06:00 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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![]() ![]() Das erste Tape-Demonstrationsbauteil der BASF auf Basis ihres neuen Produkt- und Servicepakets Ultracom™ für die Herstellung von Faserverbundbauteilen ist an einen Batterieträger angelehnt (85 x 40 x 25 cm). Die zwei Varianten des Demonstratorbauteils sollen die Designfreiheit bei der Verwendung von Ultratape zeigen. Die erste Variante demonstriere den sehr gezielten Einsatz eines Tape-Einlegers anhand einer Kreuzform zur Verstärkung spezifischer Lastpfade. Die zweite Variante zeigt demzufolge eine großflächigere Verstärkungsstruktur - die Faserorientierung der Einzellagen sei dabei ebenfalls auf die Lastfälle eingestellt. Kombiniert wurden beide aus dem neuen BASF-Halbzeug Ultratape gefertigten Tape-Architekturen mit zwei dazu passenden Überspritzmassen, "Ultramid" B3ZG7 COM, einer besonders schlagzähen Polyamid-Variante und "Ultramid" B3WG12 COM für hochsteife Anwendungen. Durch den Einsatz von Ultratape lassen sich laut BASF die hohen Anforderungen an die mechanische Stabilität von Strukturbauteilen bei gleichzeitig möglichst geringem Gewicht erfüllen. Das Bauteil basiere auf einem automatisierten seriennahen Fertigungsverfahren ("Ultralitec") des Automobilzulieferers REHAU AG + Co und der Forschungseinrichtung Neue Materialien Bayreuth GmbH. Automatisierte Prozesskette für Verbundbauteile mit UD-Tapes In der vorliegenden Prozesskette wird das Tape als unidirektionaler (UD), imprägnierter Faserverbund von der Rolle in einem ersten Schritt gelegt, d.h. zu dem gewünschten mehrlagigen Gelege aufgebaut. Für das automatisierte Tape-Legen stand die im Serienmaßstab einsetzbare RELAY Technologie am Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT zur Verfügung. Danach wird das 2D-Gelege mit einer geeigneten Presse konsolidiert, d.h. unter Temperatur verpresst, um dann im finalen Prozessschritt zum 3D-Bauteil umgeformt und mit Ultramid COM umspritzt zu werden. Bei der Neue Materialien Bayreuth GmbH steht für solche thermoplastischen Hybridbauteile eine automatisierte Fertigungszelle im Industriemaßstab zur Verfügung, deren Zentrum eine 2.500 t Spritzpresse bildet. Im Gegensatz zu Verbundbauteilen aus Gewebe-Laminaten, erfordere das thermoplastische Tape mehr konstruktiven Aufwand, gestatte dafür aber eine individuellere weil nur lokale und lastpfadangepasste Verstärkung. Darüber hinaus sei der mehrteilige Tape-Prozess zwar komplexer, dafür aber verschnittärmer und leistungsfähiger als eine Variante auf Basis von Gewebe-Laminat. Ultracom: BASF steigt in den Markt für Verbundwerkstoffe ein Das Mitte 2013 vorgestellte Produkt- und Service-Paket "Ultracom" besteht aus den Geweben "Ultralaminate" (Laminaten) bzw. den imprägnierten unidirektionalen Endlosfasern "Ultratape" (UD-Tapes), passenden Umspritzmaterialien "Ultramid" COM, einer Polyamid-(PA)-Familie der BASF und der zugehörigen Auslegungs- und Fertigungsexpertise. Damit biete die BASF thermoplastische Halbzeuge zusammen mit den notwendigen Spritzgussmassen und einer kompletten Entwicklungsplattform an. Das erste Bauteil auf Basis von Ultracom hat die BASF im Juni 2013 vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine für die neue Fertigungszelle der BASF selbst entwickelte Testkomponente mit 20 Einzelfunktionen auf Basis eines mit Ultramid umspritzten Laminats. Weitere Informationen: www.basf.com K 2013, 16.-23.10.2013, Düsseldorf, Halle 05, Stand C21/D21 |
BASF SE, Ludwigshafen
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