| 19.11.2013, 06:01 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Im Mittelpunkt des BASF-Auftritts auf der Compamed 2013 in Düsseldorf stehen die neuesten Produkte des "HyGentic" Portfolios aus antimikrobiellem Thermoplastischem Polyurethan (TPU) und verschiedene Hochleistungskunststoffe für die Medizintechnik. HyGenticTPU ist laut BASF ein für die Herstellung medizinischer Geräte geeignetes antimikrobielles Thermoplastisches Polyurethan mit integrierten Silberionen, das die Geräteoberfläche vor mikrobiellen Verunreinigungen schützen soll. Das TPU sei insbesondere für Schläuche und Katheter in hygienesensiblen Bereichen geeignet. HyGenticSA ist ein antimikrobielles Styrol-Acryl-Copolymer, dessen Härte mit Polycarbonat vergleichbar sein soll. Es ist transparent, lässt sich den Angaben zufolge gut verarbeiten und sei damit ideal für Gehäuse medizinischer Geräte und Steckverbindungen in hygienesensiblen Bereichen. HyGenticSBC ist ein transparentes, antimikrobielles, für den Spritzguss einsetzbares Styrol-Butadien-Copolymer, das ebenfalls antimikrobiell wirkende Silberionen enthält. Die gebrauchsfertige Mischung soll zur Herstellung von medizinischen Geräten wie Inhalatoren oder Ventilationsfiltern eingesetzt werden können. HyGenticPA ist ein antimikrobielles, mit Glasfasern verstärktes, spritzgießfähiges Polyamid-Gemisch, das sich z.B. besonders zur Herstellung von Bedienelementen medizintechnischer Geräte eignen soll. "Alle HyGentic Mischungen wirken besonders effektiv gegen eine Vielzahl an in Krankenhäusern anzutreffenden Bakterien und Pilzen", erklärt Edgar Eichholz, Business Development Manager Medical Device Materials bei der BASF New Business. Damit hergestellte Medizintechnikprodukte lassen sich mit herkömmlichen Verfahren desinfizieren. "Setzen Krankenhäuser medizinische Geräte ein, die aus HyGenticProdukten gefertigt worden sind, können sie damit ihre Hygienemaßnahmen unterstützen", so Eichholz. Das Medizintechnik-Team der BASF verfügt nach eigenen Angaben über das notwendige Fachwissen und Ausrüstung, um maßgeschneiderte und anwendungsorientierte Formulierungen herzustellen, deren antimikrobielle Wirkung zu prüfen und arbeitet sie in maschinengerecht verwendbare Materialien ein. Ein eigenes Mikrobiologieteam kontrolliert die antimikrobielle Wirksamkeit der verschiedenen Formulierungen gegen relevante Mikroorganismen, u.a. auch multi-resistente Erreger wie MRSA (M ethicillin-resistenter Staphylococcus aureus). "Durch die gezielte Kombination von organischen und anorganischen antimikrobiellen Wirkstoffen erhalten wir Synergieeffekte und die Effizienz der einzelnen Komponenten erhöht sich", erklärt Eichholz. Die so entstandenen Formulierungen wirken demnach schneller und über einen längeren Zeitraum. Hochleistungsthermoplaste in der Medizintechnik Das speziell auf die Anforderungen und Bedürfnisse der medizintechnischen Industrie angepasste thermoplastische Kunststoff-Portfolio der BASF mit dem Suffix PRO umfasst zwei Materialgruppen. Das Ultraform® PRO Sortiment (POM: Polyoxymethylen; Polyacetal) sowie "Ultradur" B4520 PRO (PBT: Polybutylenterephthalat). Neues Ultraform PRO mit optimierter Gleitreibung Das neue Ultraform W2320 003 PRO TR (TR: tribologie-optimiert) sei besonders dort geeignet, wo es darum geht, die Reibung zwischen sich berührenden Funktionsteilen zu vermindern, um so störende Geräusche während der Applikation zu vermeiden. Darüber hinaus verfüge das Material über eine sehr gute Fließfähigkeit. Ein spezielles Gleitmittel minimiert Quietschgeräusche und Haftgleitung. Umfassendes Servicepaket für Medizintechnik Zusammen mit ihren Kunststoffen aus der "PRO"-Famile (PRO: Profile covered raw materials only) bietet die BASF ein umfangreiches Servicepaket, das speziell an die Anforderungen der Medizintechnik angepasst sein soll. Es beinhalte neben anwendungstechnischer Unterstützung die verbriefte Absicht, keine Änderungen der im Drug Master File (DMF) bei der FDA hinterlegten Kunststoffrezeptur vorzunehmen. Alle im PRO-Portfolio enthaltenen Materialtypen bieten demnach den Nachweis und die Einhaltung maßgeblicher internationaler Normen und Prüfungen zum Einsatz von Kunststoffen in der Medizintechnik, wie z.B. EU-, US- sowie japanische Pharmakopöe und DIN EN ISO 10993-5, welche (am Granulat) von unabhängigen externen Instituten durchgeführt werden. Weitere Informationen: www.basf.com Compamed 2013, 20.-22.11.2013, Düsseldorf, Halle 08B, Stand G21 |
BASF SE, Ludwigshafen
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