| 26.07.2002 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Eine Energieeinsparung von 334 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr ließe sich europaweit realisieren, wenn veraltete Fenster durch neue Varianten aus modernen Werkstoffen und Wärmedämmglas ersetzt würden - das haben Experten des Prüfungsinstituts für Bauelemente aus Pirmasens in einer Studie ermittelt. Je nach Höhe des Ölpreises ergäbe sich damit eine Ersparnis von rund 18 Milliarden Euro. Die errechnete Verminderung des Energiebedarfs entspricht der jährlichen Leistung von fast 40 Großkraftwerken. „Besonders auf Grund der verschärften Anforderungen aus der Energieeinsparverordnung der Bundesregierung bietet es sich an, über den Ersatz älterer Fenster nachzudenken, zumal öffentliche Förderprogramme zusätzliche Anreize schaffen“, erläutert Uwe Dietsch, Verkaufsleiter der SolVin GmbH & Co. KG (www.solvay.de) in Rheinberg.
Ein nennenswerter Teil des von SolVin hergestellten Kunststoffs PVC wird bei der Produktion von Rahmen für Energiesparfenster genutzt. Schon Ende der 90er Jahre hatte PVC neben Holz und der Kombination Holz/Aluminium als Fensterrahmenmaterial bei einer Ökobilanzbewertung zweier Schweizer Forschungsinsitute am besten abgeschnitten. Bei dieser Untersuchung war der Faktor Energie eines der wichtigsten Bewertungskriterien. „Die Entsorgung von bei einer Modernisierung auszuwechselnden PVC-Fensterrahmen stellt kein Problem dar“, so Dr. Reinhard Saffert, der Leiter der SolVin-Anwendungstechnik. „Die Rahmen werden recycelt und fließen wieder in die Neuproduktion ein.“ Künftig könnte auch das im Solvay-Konzern entwickelte Vinyloop-Verfahren eine Rolle beim Fensterrecycling spielen. SolVin informierte jüngst während der „Woche der Umwelt“ in Berlin über das Verfahren. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt hatte die Ausstellung unter dem Motto „Spitzenleistungen deutscher Umwelttechnik und Umweltforschung“ organisiert. Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Johannes Rau, der auch die Eröffnungsrede hielt, präsentierten im Rahmen der Veranstaltung zwei Tage lang 160 Aussteller ihre umweltschutzbezogenen Produkte und Verfahren auf dem Gelände des Schlosses Bellevue. 10.000 Besucher kamen. - Die PVC-Industrie hat sich schon vor zwei Jahren dazu verpflichtet, bis 2010 pro Jahr mindestens 300.000 Tonnen des Kunststoffs zu recyceln. Das sind 200.000 Tonnen mehr als heute. Bei der Zielerreichung soll unter anderem das Vinyloop-Verfahren helfen, mit dem ein Recycling von Verbundmaterialen auf PVC-Basis ermöglicht wird. Dazu zählen z.B. auch Elektrokabel und Blisterverpackungen. |
SolVin GmbH & Co. KG, Rheinberg
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