| 18.11.2014, 11:11 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Wacker Asahikasei Silicone, ein japanisches Gemeinschaftsunternehmen der Wacker Chemie AG, hat heute ein neues Entwicklungslabor für Airbaganwendungen eröffnet. Das Kompetenzzentrum soll die Entwicklung von Siliconbeschichtungen für Airbags und technische Textilien in der Region federführend betreuen. Die Investitionskosten für das neue Labor belaufen sich auf knapp 1 Mio. Euro. An Wacker Asahikasei Silicone (AWS) sind Wacker und der japanische Chemiekonzern Asahi Chemical Industry jeweils zur Hälfte beteiligt. Das Airbag Competence Center of Excellence Silicones (ACES) befindet sich im AWS Technical Center in Tsukuba, etwa 70 Kilometer nordöstlich von Tokio. Das Kompetenzzentrum hat die Aufgabe, Airbaghersteller und deren Zulieferer zu betreuen und neue, noch leistungsfähigere Siliconbeschichtungsmaterialien für Airbags zu entwickeln. Wichtige Materialprüfungen wie etwa Beschichtungs-, Hitze- und Brandschutztests können jetzt vor Ort durchgeführt werden. "Der Airbagmarkt wächst jährlich zwischen sechs und sieben Prozent", sagte Peter Summo, Leiter der Business Unit Engineering Silicones, bei der Eröffnung des Labors in Tsukuba. "Da alle großen Airbaghersteller in Asien produzieren, haben wir uns entschieden, unsere Kompetenzen in dieser Region zu stärken. Wir können jetzt in Tsukuba innovativer Beschichtungsmaterialien entwickeln. Damit wollen wir unseren Beitrag zur Entwicklung neuer Airbagtechnologien leisten, um Autos in Zukunft noch sicherer zu machen." Moderne Fahrzeuge werden heutzutage mit mehreren Airbags ausgestattet. Neben Lenkrad und Armaturenbrett befinden sich solche Schutzsysteme auch in Sitzen und Türen sowie im Dachhimmel. Airbags werden mit Silicon beschichtet, weil sie auf den verwendeten Airbagtextilien gut haften, deren Dichtheit und Lufthaltevermögen verbessern und vor Hitze und heißen Gasen schützen, die innerhalb von Millisekunden in den Luftsack strömen. Deckbeschichtungen aus Silicon verringern zudem die Oberflächenreibung bei der Auslösung. Auf diese Weise kann sich der Airbag schnell und gleichmäßig entfalten. "Silicone sind aus Gewichts- und Sicherheitsgründen für viele Hersteller inzwischen das Beschichtungsmaterial der Wahl. Sie sind leicht und sorgen dafür, dass der Airbag auch nach vielen Jahren sicher funktioniert", betonte Summo. Da die Zahl der in Fahrzeugen verbauten Sicherheitskomponenten steigt, rücke das Thema Gewichtsersparnis immer stärker in den Vordergrund, erläuterte der Business-Unit-Leiter. "Autos sollen immer leichter und sparsamer werden. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Sicherheit und Mechanik. Mit unserem Kompetenzteam hier in Tsukuba sind wir bestens aufgestellt, um überzeugende Lösungen für die Airbagindustrie zu entwickeln." Wacker Asahikasei Silicone Die Wacker Asahikasei Silicone Co., Ltd (AWS) wurde 1999 vom Münchner Chemiekonzern Wacker und der japanischen Asahi Kasei Chemicals Corporation gründet. Das Joint Venture produziert in Tsukuba, Japan, Siliconemulsionen sowie Fest- und Flüssigsiliconkautschuke für den japanischen Markt. Auf dem 30.000 Quadratmeter großen Produktionsgelände befindet sich auch das Tsukuba Technical Center, das Kunden anwendungstechnische Unterstützung bietet und Produkte an die lokalen Marktbedürfnisse anpasst. Weitere Informationen: www.wacker.com |
Wacker Chemie AG, München
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