| 08.06.2016, 15:31 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Die Weiss Kunststoffverarbeitung feiert in diesem Jahr gleich zwei runde Geburtstage: das 70jährige Bestehen des Unternehmens und 50 Jahre Spritzguss. Von der Drahtverarbeitung über das Kunstharzpressen bis zur Entwicklung und Fertigung von Landmaschinen wie Heubelüftungsanlagen: Das ist, kurz gefasst, die Geschichte der heutigen Weiss Kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG in den ersten zwanzig Jahren, d.h. von 1946 bis in die 1960er Jahre. 1963 erschlossen die Firmengründer Benno und Franz Weiß den Formenbau für Press- und Spritzwerkzeuge als neues Geschäftsfeld und erweiterten die Fertigungstiefe ihrer Kunstharzpresserei. Damit hatte das Unternehmen das Tätigkeitsfeld gefunden, in dem es bis heute erfolgreich tätig ist: den Kunststoffspritzguss. 1966, vor 50 Jahren also, nahm Weiss die erste vollautomatische Spritzgießmaschine in Betrieb: eine V 17 aus dem Ankerwerk Gebr. Goller in Nürnberg. Schon 1969 wurde für die schnell wachsende Kunststoffverarbeitungs-Sparte eine eigene Halle gebaut und die Investitionen in neue Maschinen und Technologien konzentrierten sich auf den Spritzguss sowie die vor- und nachgelagerten Prozesse. 1984 – inzwischen war mit Bruno und Dietmar Weiß die zweite Inhabergeneration ins Unternehmen eingetreten – stellte Weiss die Maschinenbau-Aktivitäten vollständig ein und trieb den Ausbau der Kunststoffverarbeitung um so intensiver voran. 2004 wurde erstmals die Umsatzgrenze von 20 Mio. Euro überschritten und 2007 nahm Weiss einen zweiten Standort in Györ/Ungarn in Betrieb, der bis 2011 so stark gewachsen war, dass dort ein neues Werk gebaut und 2013 schon erweitert wurde (siehe auch plasticker-News vom 13.01.2014). Heute präsentiert sich Weiss als modernes Unternehmen der Kunststoffverarbeitung mit 275 Mitarbeitern und 94 Spritzgießmaschinen an beiden Standorten sowie mit eigenem Werkzeugbau und umfangreichen Möglichkeiten der Weiterverarbeitung und Montage. Das Unternehmen verarbeitet technische Kunststoffe wie PA, PPS, PEEK und GFK und befindet sich aktuell in einer Transformationsphase. Jürgen Weiß, Geschäftsführer in der dritten Generation: "Aus der Automobilindustrie erhalten wir zunehmend nicht nur Aufträge für die Produktion einzelner Kunststoff-Bauteile und -Baugruppen, sondern Vergabepakete aus kompletten "Car sets", die aus bis zu einhundert verschiedenen Bauteilen für das Interieur oder den Motorraum einer Modellbaureihe bestehen." Diese Aufträge vergeben die Fahrzeughersteller direkt. Damit rücke Weiss zum "Tier One" auf und sieht sich auf die neuen Aufgaben bestens vorbereitet. In den ersten Monaten des Jubiläumsjahrs sei bereits eine sechsstellige Summe in Softwarepakete für die Simulation und Planung sowie in neue Anlagen zur Inline-Prüfung von Bauteilen investiert worden. Parallel laufen die Vorbereitungen für eine nochmalige Erweiterung der Hallen und Kapazitäten in Györ. Weitere Informationen: www.weiss-kunststoff.de |
Weiss Kunststoffverarbeitung GmbH & Co, Illertissen
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