| 15.06.2016, 14:56 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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BASF ist einer von zehn Partnern aus Industrie und Wissenschaft, die sich am Projekt Sport Infinity beteiligen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird von adidas angeführt und von der Europäischen Kommission finanziert. Dabei steht die Identifizierung und Entwicklung von recyclebaren, textilfaserverstärkten Verbundwerkstoffen im Vordergrund, die teilweise Abfallprodukten entstammen. Diese Materialien sollen eine schnellere Produktion von Sportartikeln erlauben, die zudem auf einfache Weise individualisiert werden können. Der Schwerpunkt des Forschungsprogramms liegt auf Fußballartikeln, insbesondere Schuhen. In einem designorientierten Ansatz wird den Angaben nach das Automatisierungspotenzial verschiedener Formgebungsverfahren ausgeschöpft. Diese Verfahren können demnach die Schuhfertigung in nur einem Schritt ermöglichen. Das Ziel ist eine neue Generation von Sportartikeln, die nicht weggeworfen, sondern wiederverwertet werden. Zum Beispiel könnte ein gebrauchter Fußballschuh eingesammelt und in winzige Stücke zerkleinert werden, welche anschließend komplett wiederverwertet werden. In Kombination mit reinem Originalmaterial und einer Verstärkung aus ausgewählten Fasern anderer Recyclingquellen soll daraus ein neuer Schuh hergestellt werden können. Die Herausforderung besteht darin, die gewünschten Produkteigenschaften auch in wiederholten Recyclingzyklen kontinuierlich zu erreichen. Das umfassende Polymer-Know-how der BASF soll daher eine zentrale Rolle in der Entwicklung neuer Materialien und deren Anpassung auf die Produktionsprozesse spielen. Die Wiederverwertbarkeit gilt hierbei als ein entscheidender Faktor. "Wir freuen uns, mit neun renommierten Partnern in diesem Projekt zusammenarbeiten zu können", erklärt Jürgen Weiser, Direktor Technology, Performance Materials, BASF. "Wir konzentrieren uns auf neuartige Polymere mit vielfältigen mechanischen Eigenschaften. Ziel ist es, ein recyclingfähiges Produkt zu entwickeln, das sich für Sportartikel eignet und auf die neuen Herstellungsprozesse abgestimmt ist. Die gemeinsame Entwicklung von neuen, bahnbrechenden Cradle-to-Cradle-Konzepten für Sportartikel mit Partnern aus allen Bereichen der Wertschöpfungskette ist eine ideale Aufgabe für uns." Vom Verbraucher zum Produktdesigner Polymere aus Recyclingströmen der Industrie und der Konsumenten werden an die zentralen Fertigungsprozesse für Sport Infinity angepasst. Bei diesen Verfahren soll jedes Gramm eines Schuhs wiederverwertet werden. Außerdem sollen die Prozesse den Verbrauchern die Möglichkeit bieten, ihre Fußballschuhe hinsichtlich Form, Farbe und Design mitzugestalten, ohne sich dabei Gedanken über anfallende Abfälle machen zu müssen. Langfristig sollen die Prozesse soweit optimiert werden, dass eine hochautomatisierte Schuhproduktion in einem einzigen Verfahrensschritt erfolgt. Für diese Vision bringt Sport Infinity Partner aus unterschiedlichen Bereichen zusammen: Von Spezialmaschinenherstellern und Verarbeitungsexperten, über Rohstoffanbieter der Chemieindustrie sowie Faser- und Textilverarbeitern, bis hin zu den Bereichen Industriedesign und Wissensmanagement sowie dem Sportartikelhersteller und einer Fußballakademie. Somit deckt das Projektkonsortium die gesamte Wertschöpfungskette ab, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen: nachhaltige und individuell adaptierbare Fußballartikel "Made in Europe". Über das Sport Infinity Konsortium Die Europäische Kommission rief das Sport Infinity Projekt gemeinsam mit zehn Branchenführern im Juni 2015 ins Leben: adidas AG, BASF, KISKA GmbH, FILL Gesellschaft m.b.H., Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Oechsler AG; University of Leeds, Centre for Technical Textiles (CTT), Association CETI (Centre Européen des Textiles Innovants), Hypercliq E.E., SportsMethod Ltd. Weitere Informationen: |
BASF SE, Ludwigshafen
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