| 01.10.2002 | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Das 11. Kunststoff und Recycling Kolloquium von Fraunhofer UMSICHT (www.umsicht.fhg.de) und der FKuR Forschung und Engineering GmbH (www.fkur.de) am 12. und 13. September 2002 in Krefeld fand bei einer Vielzahl von Fachleuten aus der Kunststoffrecyclingbranche wieder einen großen Anklang.
Kunststoff-Recycling bleibt weiter spannend, das zeigten die Vorträge und Diskussionen. Durch die Innovationen im Verpackungsrecycling der vergangenen Jahren, stellt die geplante Erhöhung der Verwertungsquoten für Kunststoffe für die deutsche Verpackungs- und Recyclingindustrie keine Herausforderung mehr dar. Während früher ausschließlich die Einhaltung der Quoten das Ziel war, steht heute vor allem die ökoeffiziente Herstellung von qualitativ hochwertigen Regranulaten im Vordergrund. Nach wie vor herrschen innerhalb der EU große Diskrepanzen bei der Erfüllung und Überprüfung der Quoten und es fehlt an einheitlichen Produkt- und Anlagenstandards. Bei der praktische Umsetzung der EU-Altautoverordnung stellt sich unter anderem die Frage, inwieweit es sinnvoll ist, Kunststoffteile zu demontieren. Nach den Ergebnissen einer noch unveröffentlichen Studie des Öko-Instituts, Darmstadt, können nur große, leicht zugängliche Bauteile aus Monomaterial ökoeffizient werkstofflich recycelt werden. Konsequenterweise muss für die Quotenerfüllung zukünftig auch die stoffliche Verwertung der Schredderleichtfraktion forciert werden. Die Elektro-Altgeräte-Richtlinie der EU ist derzeit noch in Diskussion und wird voraussichtlich erst Ende 2002 in Kraft treten. Da die geforderten Sammel- und Recyclingziele erst ab 2006 erfüllt werden müssen, bietet diese Verordnung bislang keine Anreize für die Recyclingwirtschaft. In den technischen Vorträgen wurden wieder zahlreiche innovative Technologien und Verfahren rund ums Kunststoff-Recycling präsentiert. Von der Separation und der Sortierung über die erzielbaren Regranulat-Qualitäten bis hin zu neuen Aufbereitungsverfahren für z.B. Textilfaser-Verbundwerkstoffe reichte das Spektrum, über das sich die Fachleute aus dem In- und Ausland informierten. Abgerundet wurde der Informationsbedarf der Teilnehmer durch die begleitende Ausstellung, in der Verfahrenstechniken für Kunststoff-Recycling-Technologien, Kunststoff-Recycling-Produkte (Granulate, Halbzeuge und Fertigteile) sowie Dienstleistungen vorgestellt wurden. Am Abend des 1. Kolloquiumstags wurden, wie schon in den Vorjahren, innovative Produkte aus Recycling-Kunststoff prämiert. Den ersten Preis erhielt die Firma SCC Till Bottler, Wuppertal, für PE-Gespinst-Polster für Matratzen und Sitzmöbel. Den zweiten Preis nahm die Kunststoffwerk Leinefelde GmbH, Leinefelde, für die Systempalette KWL-EURO entgegen. Den dritten Preis vergab die Jury an die Otto Graf GmbH, Teningen. Das Unternehmen hatte den GRAF Sicker-Block 300 zum Wettbewerb angemeldet. Die Auszeichnung für überragende persönliche Verdienste um das Kunststoff-Recycling erhielt Dr. Volker E. Sperber, Erzhausen. Das Tagungshandbuch mit allen Vorträgen und dem integrierten Ausstellerkatalog ist zum Preis von EUR 75,- zzgl. MWSt. und Versand bei Fraunhofer UMSICHT erhältlich. Kontakt: Fraunhofer UMSICHT Dipl.-Ing. Carmen Michels Osterfelder Str. 3 46047 Oberhausen Tel. 02 08/85 98-12 65 Fax 02 08/85 98-12 68 Email: Carmen.Michels@umsicht.fhg.de |
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