| 11.06.2019, 06:06 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Ein rechtlicher Stolperstein sorgt für Verzögerungen bei der geplanten Kapitalerhöhung bei dem polnischen Chemieunternehmen Grupa Azoty Zakłady Chemiczne Police. Wie das Unternehmen am Donnerstag (6. Juni 2019) bekannt gab, wurde die für die Umsetzung des Großprojekts Polimery Police geplante und Ende April beschlossene Kapitalerhöhung um 1 Mrd. PLN (233 Mio. Euro) vorerst ausgesetzt. Zur Begründung verwies das Unternehmen auf eine rechtliche Regelung, die es dem Nationalen Zentrum zur Unterstützung der Landwirtschaft (KOWR) erlauben würde, ein Vorkaufsrecht für die Aktien auszuüben, da Grupa Azoty Police Eigentümer und Erbpächter von landwirtschaftlichen Flächen ist. Dies bedeute, dass jeder Investor den Aktienerwerb beim KOWR melden müsse, das danach einen Monat Zeit habe, um über den Kauf der Aktien zum Ausgabepreis zu entscheiden. Dies wiederum berge das Risiko, dass die Nationale Wertpapierverwahrstelle die Registrierung der neuen Aktien ablehnt und damit deren Handel an der Börse unmöglich wird. Das entsprechende Gesetz wurde am 26. April bereits geändert, allerdings besteht das genannte Risiko nach Ansicht des Vorstands aufgrund von Interpretationsschwierigkeiten nach wie vor. Einen aktiven Ansatz zur Lösung des Problems nennt das Unternehmen nicht. Viel mehr heißt es, der Vorstand plane die Durchführung der Kapitalerhöhung nun für das dritte Quartal und wolle bis dahin "das rechtliche Umfeld und die Lage am Kapitalmarkt genau beobachten". Das Projekt Polimery Police sieht am Standort Police bei Szczecin den Bau einer Anlage mit einer Jahreskapazität von je 400.000 Tonnen Propylen und Polypropylen (PP) vor. Der Vertrag über die schlüsselfertige Errichtung war im Mai mit Hyundai Engineering unterzeichnet worden. Weitere Informationen: grupaazoty.com Quelle: nov-ost.info |
Grupa Azoty Zakłady Chemiczne Police, Police bei Szczecin, Polen
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