| 07.08.2007 | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Japans Chemiebranche bleibt dank der robusten gesamtwirtschaftlichen Konjunktur als Zulieferant für viele Industriezweige weiterhin sehr gefragt. Dennoch sind die Inlandsproduzenten mit Kapazitätsausweitungen vorsichtiger geworden, da der hohe Ölpreis und der Ausbau der Fertigungsanlagen in anderen Ländern die mittelfristigen Aussichten trüben. Japans Importe von Chemieprodukten sind im Jahr 2006 auf Yen-Basis weiter gestiegen und sollten auch 2007 zulegen. Im Kunststoffbereich wird der Absatz von synthetischen Harzen und synthetischem Gummi unter anderem durch die Nachfrage der Kfz-Industrie getrieben. Die inländische Produktion von Kunststoffen in Primärform wie auch von Kunstgummi steigt, wobei eine große Menge davon in die VR China exportiert wird. Für Polyethylen und Polypropylen sind die Preise angehoben worden. Preissteigerungen konnten auch die Hersteller von Polysilizium für die Halbleiter- und Solarzellenerzeugung durchsetzen. Bereits stark nachgefragt werden Pigmente sowie Toner für den Einsatz in der Flachbildschirmerzeugung und auch für Druckzwecke. Mitsui Chemical hat von Sekisui Chemical 2007 das Tonergeschäft übernommen. Dadurch hat das Unternehmen nun einen weltweiten Marktanteil von zwischen 20 und 25%. Da der Anteil von Kunststoffen in Kraftfahrzeugen ständig zunimmt, wollen Mitsubishi Chemical und Sumitomo Chemical ihr Angebot in dieser Richtung ausweiten. Auch deutsche und US-amerikanische Chemiezulieferer wie Degussa oder Dupont verstärken ihre Aktivitäten, um mit lokalen Kfz-Herstellern Kunststoffe zu entwickeln. Aufgrund der hohen inländischen Nachfrage werden die Importe von chemischen Produkten in Japan weiter zunehmen. Davon können auch deutsche Anbieter profitieren. So hat Deutschland beispielsweise hohe Lieferanteile bei Pharmazeutika und Seifen, Wasch- und Schmiermitteln. Die größten Konkurrenten kommen aus den USA, die ebenfalls stark im Pharmageschäft tätig sind. Daneben spielt die VR China als Verkäufer von organischen chemischen Erzeugnissen und vor allem Kunststoffen und Waren daraus eine immer größere Rolle. Frankreich steht auf Rang vier der Lieferantenliste. Weiterführende Informationen |
bfai Bundesagentur für Außenwirtschaft, Köln
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