| 15.01.2026, 10:58 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten |
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Alpla hat das Geschäftsjahr 2025 trotz einer angespannten weltwirtschaftlichen Lage mit stabilen Ergebnissen abgeschlossen. Der Verpackungs- und Recyclingspezialist erzielte einen Umsatz von 5,2 Milliarden Euro nach 4,9 Milliarden Euro im Vorjahr. Parallel dazu wuchs das Unternehmen strukturell: Die Zahl der Beschäftigten stieg auf rund 25.500, die Anzahl der Standorte auf 206 weltweit. Besonders positive Entwicklungen verzeichnete Alpla in Nord- und Südamerika sowie im Bereich Extrusionsblasformen (EBM). Die Unternehmensentwicklung im 70. Jahr seines Bestehens führt Alpla auf langfristige strategische Entscheidungen, gezielte Investitionen und eine risikobewusste Planung zurück. Schwankende Nachfrage, steigende Kosten und volatile Wachstumsmärkte prägten 2025 insbesondere den Getränke- und Recyclingbereich. Vor diesem Hintergrund setzte das Unternehmen konsequent auf Effizienzsteigerungen, Kundennähe und eine klare Ausrichtung auf den praktischen Nutzen der angebotenen Lösungen. Regional zeigte sich ein differenziertes Bild. Während sich die Märkte in Nord- und Südamerika erholten und wieder Wachstum verzeichneten, stand Westeuropa unter Druck. Branchenweit belasteten hohe Kosten und eine verhaltene Nachfrage die Margen. Alpla reagierte darauf unter anderem mit Investitionen in Standorte und Technologien, dem Ausbau des Ausbildungswesens in den USA sowie dem Einstieg in das Recyclinggeschäft in Südamerika. Auch organisatorisch entwickelte sich das Unternehmen weiter. Die Spritzguss-Division Alplainject wurde 2025 durch die Integration von sechs Standorten von KM Packaging erweitert. Die Sparte Alplapharma baute ihre Marktposition im Bereich pharmazeutischer Verpackungen aus. Zusätzlich engagiert sich Alpla in der Entwicklung alternativer Verpackungslösungen, etwa durch Beteiligungen an faserbasierten Konzepten von Paboco sowie Verschlusslösungen von Blue Ocean Closures. Im Recyclinggeschäft blickt Alpla auf ein herausforderndes Jahr zurück. Regulatorische Unsicherheiten in der EU, sinkende Nachfrage nach Recyclingmaterial sowie ein starkes Preisgefälle zwischen Neuware und Rezyklaten belasteten die Entwicklung. Hinzu kommt aus Sicht des Unternehmens der zunehmende Import minderwertiger Recyclingmaterialien aus Drittstaaten. Vor diesem Hintergrund sieht Alpla die Gefahr, dass regulatorische Vorgaben wie die geplante EU-Verpackungsverordnung (PPWR) ihre Wirkung verfehlen könnten, sofern keine fairen Wettbewerbsbedingungen geschaffen werden. Ungeachtet dessen hält Alpla an seinen langfristigen Zielen im Bereich Kreislaufwirtschaft fest. Bis 2030 soll der Anteil von Post-Consumer-Recyclingmaterial (PCR) in den Produkten auf 30 Prozent steigen. Gleichzeitig plant das Unternehmen, die installierte und projektierte Recycling-Output-Kapazität von derzeit rund 400.000 Tonnen auf 700.000 Tonnen auszubauen. Ab 2026 sind jährliche Investitionen von 15 Millionen Euro in den Recyclingbereich vorgesehen. Kooperationen wie das jüngst gestartete Projekt mit NTCP in den Niederlanden zur Herstellung lebensmitteltauglichen HDPE-Rezyklats markieren dabei die technologische Ausrichtung für die kommenden Jahre. Weitere Informationen: www.alpla.com |
Alpla Werke Alwin Lehner GmbH & Co KG, Hard, Österreich
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