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13.01.2026, 12:14 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten    

Wittmann Gruppe: Zwei Medizintechnik-Anwendungen zeigen Prä­zi­sion und Effizienz im Zusammenspiel von Maschine und Automation

Die neue vollelektrische EcoPrimus Spritz­gieß­ma­schi­ne ist ausgelegt für die effiziente Produktion von Massenartikeln. Auf der Swiss Plastics Expo 2026 kommt ein 24-Fach-Werkzeug zum Einsatz - (Bilder: Wittmann Gruppe).
Die neue vollelektrische EcoPrimus Spritz­gieß­ma­schi­ne ist ausgelegt für die effiziente Produktion von Massenartikeln. Auf der Swiss Plastics Expo 2026 kommt ein 24-Fach-Werkzeug zum Einsatz - (Bilder: Wittmann Gruppe).
Auf der Swiss Plastics Expo 2026 präsentiert die Wittmann Gruppe zwei Live-Exponate, die den Fokus auf Präzision, Effizienz und wirtschaftliche Produktionskonzepte legen, dabei insbesondere im Bereich Medizintechnik, der in der Schweiz eine besonders hohe Bedeutung hat. Gezeigt wird, wie sich sowohl Standardanwendungen als auch hochpräzise Mikroanwendungen reproduzierbar und ressourcenschonend realisieren lassen.

Im Bereich der Standardanwendungen steht die vollelektrische Spritzgießmaschine EcoPrimus mit einer Schließkraft von 1.000 kN im Mittelpunkt. Die Baureihe wurde laut Anbieter gezielt für Anwendungen mit geringem Optionsbedarf entwickelt und verbindet demnach einen reduzierten Maschinenausbau mit hoher Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit. Gleichzeitig ist die EcoPrimus mit der aktuellen Maschinensteuerung Unilog B8X ausgestattet und bietet damit den gleichen Bedienkomfort wie andere Spritzgießmaschinen der Wittmann Gruppe.

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Eine vollelektrische EcoPrimus 100 Spritzgießmaschine produziert auf der Swiss Plastics Expo 2026 Ver­schlüsse für Augen­tropfen­fläsch­chen.
Eine vollelektrische EcoPrimus 100 Spritzgießmaschine produziert auf der Swiss Plastics Expo 2026 Ver­schlüsse für Augen­tropfen­fläsch­chen.
Auf der Messe demonstriert eine EcoPrimus 100/525 die Herstellung von Verschlüssen für Augentropfenfläschchen. Produziert werden die Teile mit einem 24-fach-Werkzeug von HTW. Die Entnahme erfolgt durch einen Linearroboter vom Typ Wittmann W918. Anschließend werden die Teile über ein Förderband direkt einer Schlauchbeutelanlage von Ravizza Packaging zugeführt, wodurch ein durchgängiger, automatisierter Produktions- und Verpackungsprozess gezeigt wird. Die Anlage ist auf die effiziente Fertigung von Massenartikeln ausgelegt.

Der Lab-on-a-Chip besitzt unter dem Mikroskop erkennbare, nanofeine Strukturen – ermöglicht durch 3D-gedruckte Werkzeugeinsätze.
Der Lab-on-a-Chip besitzt unter dem Mikroskop erkennbare, nanofeine Strukturen – ermöglicht durch 3D-gedruckte Werkzeugeinsätze.
Ein zweites Exponat widmet sich dem Mikrospritzguss und der Abbildung feinster Strukturen. Präsentiert wird eine Lab-on-a-chip-Anwendung mit Strukturgrößen von 0,04 mm × 0,04 mm × 0,1 mm und Eckenradien bis zu 0,005 mm. Zum Einsatz kommt hierfür eine vollelektrische Spritzgießmaschine vom Typ MicroPower, die speziell für die Verarbeitung von Kleinst- und Mikroteilen konzipiert wurde.

Die MicroPower zeichnet sich den weiteren Anbieterangaben zufolge aus durch ein kompaktes Maschinenkonzept und einen materialeffizienten Aufbau. Durch die konstruktive Auslegung kann der Einspritzkolben bis zur Trennebene des Werkzeugs fahren. Dies reduziert den Massepolster auf ein Minimum und verkleinert den Anguss deutlich oder macht ihn überflüssig. Gleichzeitig wird die Prozessstabilität verbessert, da die Druckübertragung über einen sehr kurzen Fließweg erfolgt.

Die MicroPower Arbeitszelle vereint alles, was es zum Produzieren braucht, auf nur zwei Quadratmetern.
Die MicroPower Arbeitszelle vereint alles, was es zum Produzieren braucht, auf nur zwei Quadratmetern.
Das Maschinenkonzept integriert auf rund zwei Quadratmetern Stellfläche Drehtisch, Automatisierung, Peripherie, Temperierung, Qualitätssicherung sowie weitere Prozesseinheiten. Für Reinraumanwendungen kann zusätzlich eine Laminar-Flow-Box integriert werden. Auf der Messe werden die Lab-on-a-chip-Devices auf einer MicroPower 15/10 aus transparentem Polypropylen gefertigt. Verwendet werden dabei 3D-gedruckte Zweifach-Werkzeugeinsätze von NanoVoxel, eingebaut in einen Werkzeuggrundkasten von Ernst Wittner.

Die MicroPower auf der Swiss Plastics Expo ist mit dem neuen Wittmann Roboter W9VS2 ausgerüstet. Er besitzt eine vollwertige R9 Robotersteuerung.
Die MicroPower auf der Swiss Plastics Expo ist mit dem neuen Wittmann Roboter W9VS2 ausgerüstet. Er besitzt eine vollwertige R9 Robotersteuerung.
Die Automatisierung erfolgt mit dem neuen Wittmann Scara-Roboter W9VS2. Dieser wird erstmals mit der R9-Robotersteuerung aus der Standard-Roboterbaureihe ausgeliefert. Dadurch stehen erweiterte Funktionen für komplexe Prozessabläufe sowie eine tiefere Integration in die Unilog-B8X-Maschinensteuerung zur Verfügung.

Mit beiden Exponaten zeigt die Wittmann Gruppe unterschiedliche Ansätze für effiziente und reproduzierbare Spritzgießprozesse – von der wirtschaftlichen Serienproduktion bis hin zur hochpräzisen Herstellung von Mikroteilen.

Swiss Plastics Expo 2026
20.-22. Januar 2026, Luzern, Schweiz
Halle 2, Stand B 2041

Weitere Informationen: www.wittmann-group.com

Wittmann Tec Group GmbH, Wien, Österreich + Wittmann Technology GmbH, Wien, Österreich + Wittmann Battenfeld GmbH, Kottingbrunn, Österreich

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