| 18.12.2020, 14:52 Uhr | Lesedauer: ca. 3 Minuten |
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Florian Schiller von der Pluta Rechtsanwalts GmbH hat eine Investorenlösung für die Bock GmbH & Co. KG aus Lauterbach in Baden-Württemberg erzielt. Wie der Insolvenzverwalter weiter mitteilt, wurde der Geschäftsbetrieb des Spritzgießers mit Wirkung zum 1. Januar 2021 an die Plastium GmbH aus Schiltach veräußert. Der Kaufvertrag wurde demnach heute unterzeichnet. Über den Kaufpreis vereinbarten die Beteiligten Stillschweigen. Trotz der herausfordernden wirtschaftlichen Situation und den schwierigen Rahmenbedingungen aufgrund der Corona-Pandemie sichert der Insolvenzverwalter damit rund 40 Arbeitsplätze. 35 Mitarbeitern musste leider betriebsbedingt gekündigt werden, aber der Insolvenzverwalter hat in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat eine sozialverträgliche Lösung vereinbart und einen Sozialplan und Interessenausgleich abgeschlossen. Zudem wurde eine Transfergesellschaft gegründet, die die Mitarbeiter bei der Vermittlung von Weiterbildungsangeboten oder Neubeschäftigungen in den nächsten Monaten unterstützen soll. Wirtschaftliche Lage erschwerte Investorenprozess „Bock verfügt über großes Know-how und einen guten Ruf in der Branche. Wir haben den Geschäftsbetrieb knapp ein Jahr erfolgreich fortgeführt. Nach der Antragstellung im Januar 2020 mussten wir in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten wichtige Sanierungsmaßnahmen umsetzen, um wieder profitabel zu sein. Ab dem Frühjahr arbeitete Bock wieder in der Gewinnzone. Auch die beginnende Covid-19-Pandemie überstand der Betrieb in den ersten Monaten gut“, erläutert Pluta-Experte Schiller (siehe auch plasticker-News vom 02.03.2020). Über den Sommer und die anhaltende schwierige wirtschaftliche Lage durch die Corona-Krise veränderten sich die Rahmenbedingungen. Die Aussichten trübten sich ein. Einige Kunden signalisierten den Verantwortlichen, dass sie ab 2021 deutlich weniger Aufträge vergeben wollen. Insolvenzverwalter Schiller erklärt: „Die wirtschaftliche Entwicklung und die schwierigen Rahmenbedingungen haben den Investorenprozess über den Sommer stark beeinflusst. Wir führten zahlreiche Gespräche mit potenziellen Investoren. Die nun erzielte Lösung stellt das bestmögliche Ergebnis dar und sichert die Zukunft des Betriebes.“ Der Rechtsanwalt wurde im Sanierungsteam unterstützt von Interimsmanager Helmuth Rauscher und Fredrik Ljungman von der acta Management GmbH. Käufer sieht Standortvorteil von Lauterbach Die Plastium GmbH verfolgt mit der Übernahme das Ziel, den Hauptsitz nach Lauterbach zu verlegen. Der Betrieb, der ebenfalls in der Kunststoffverarbeitung tätig ist, wurde in diesem Jahr im Rahmen eines Management-Buyouts von den Geschäftsführern erworben. Der Geschäftsführer der Plastium GmbH, Frank Heinzelmann, erklärt: „Das vorhandene Know-how von Bock hat uns überzeugt und ergänzt unser Leistungsspektrum perfekt. Wir freuen uns über die erzielte Einigung mit dem Verwalter.“ Plastium beschäftigt rund 30 Mitarbeiter und gilt als Experte für die Entwicklung und Herstellung von hochwertigen Kunststoffteilen, Baugruppen und Thermoplast-Bauteilen aller Art. Für die Kunden aus verschiedenen Bereichen bieten die Mitarbeiter alle Leistungen von der Produktentwicklung über den Werkzeugbau bis hin zum fertigen Spritzgussteil und der Begleitung über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Weitere Informationen: |
Bock GmbH & Co. KG, Lauterbach
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